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Fondsgebundene Lebensversicherung - Sparen für das Alter

Eine fondsgebundene Lebensversicherung stellt einen Fondssparplan dar, der über einen Versicherungsmantel verfügt. Oftmals wird in einen Fondssparplan eine Risikolebensversicherung eingebunden. Der Anleger erhält die Gelegenheit, Renditechancen an den Börsen zu nutzen. Bei Produkten ohne Absicherung muss der Versicherte die Risiken des Finanzmarktes akzeptieren. Eine garantierte Auszahlungsleistung wie bei der klassische Kapitallebensversicherung gibt es nicht.

Steuervorteil wiegt Nachteile nicht unbedingt auf

Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung wählt der Versicherte einen Fonds entsprechend seines Risikobewusstseins aus. Der Sparanteil des Versicherungsbeitrages fließt in Aktien-, Renten- oder Mischfonds ein. Einen Garantiezins gibt es nicht. Bei speziellen Varianten managt ein Fondsverwalter die Fondsanlagen.

Unter Einbeziehung einer jeweiligen Marktlage wird das Fondsvermögen in Aktien, Anleihen oder andere Anlagen umgeschichtet. Am Ende der Laufzeit bestimmt der Wert der Fondsanteile die Höhe der Auszahlungssumme. Die Fondsgesellschaft verkauft die Anteile des Versicherungsnehmers zum aktuellen Kurs zum fälligen Termin. Der Versicherte kann einen Verkauf auch vor dem eigentlichen Laufzeitende anstreben.

Die beim Verkauf erzielte Summe erhält der Bezugsberechtigte/Versicherte oder bei Todesfall die Hinterbliebenen entweder als einen einmaligen oder einen monatlichen Betrag ausgezahlt.

Die fondsgebundene Lebensversicherung hat neben Vorteilen auch einige entscheidende Nachteile. Als Vorteil wird meist eine Steuerersparnis genannt. Die Hälfte des Zugewinns ist bei nach 2005 abgeschlossenen Verträgen zu versteuern. Der Versicherte muss den Vertrag dafür 12 Jahre ansparen und bei Auszahlung wenigstens 60 Jahre alt sein. Eine Sonderregelung gilt für vor 2005 abgeschlossene Verträge. Der Zugewinn bleibt völlig von der Steuer befreit.

Nachteile sind Anlagerisiko, eingeschränkte Fondsauswahl und teilweise hohe Kosten für Abschluss und Risikoprämie. Das Anlagerisiko liegt vollständig beim Kunden. Einige Gesellschaften bieten Garantiefonds an, die eine Auszahlung der Sparbeiträge zum Laufzeitende garantiert. Eine gute Beratung bei der Fondsauswahl ist meist nicht gegeben. Gebühren sind dennoch hoch.

Vermittlungsprovisionen belasten Rendite

Die Kosten sind sicherlich ein nennenswerter Nachteil. Sie können im Extremfall in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss über 20 Prozent der gezahlten Beiträge ausmachen. Den größten Kostenanteil machen Provisionen für Vermittler aus. Hinzu kommen noch Verwaltungsaufwendungen und die Abzüge für den Todesfallschutz. Da die Kosten gleich zu Laufzeitbeginn anfallen, mindert das den Sparanteil sehr. Verbraucherschutzexperten sind der Meinung, dass die fondsgebundene Lebensversicherung zu teuer ist. Das Anlagerisiko wird auf den Versicherungsnehmer übertragen und Garantien gibt es nicht.

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