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Insolvenzverkäufe - Gute Geschäfte für Schnäppchenjäger

Melden Unternehmen oder private Personen Insolvenz an, sorgt ein gerichtlich eingesetzter Insolvenzverwalter für eine Verwertung eventuell vorhandenen Vermögens. Die Einnahmen aus der Verwertung (Verkauf oder Versteigerung) werden zum Begleichen von Schulden verwendet und anteilig auf alle Gläubiger aufgeteilt. Insolvenzverkäufe sind immer eine Gelegenheit, Waren und Inventar sowie Fahrzeuge oder Immobilien zu einem günstigen Preis zu erwerben.

Gebot abgeben oder an einer Versteigerung teilnehmen

Sobald ein Unternehmen oder eine Privatperson Insolvenz anmeldet, fällt alles noch vorhandene Vermögen sowie Geld- und Sachwerte der Insolvenzmasse zu. Ein Verkauf irgendwelcher Sachen und Güter ist ab jetzt ausschließlich einem Insolvenzverwalter erlaubt.

Insolvenzverkäufe werden in der Regel auf dem Wege der Versteigerung durchgeführt. Der Verwalter erfasst die Insolvenzmasse und schreibt einen Termin zur Abgabe von Geboten oder einen Auktionstermin aus. Die Höhe der Gebote entscheidet über einen Zuschlag. Bei einer Auktion wird die Versteigerung sofort durchgeführt.

Sparfüchse und Preisfeilscher können hier durchaus ein Schnäppchen machen. Der Insolvenzverwalter ist verpflichtet, für die Gläubiger einen maximalen Verkaufserlös zu erzielen. Das wird durch die Abgabe von Geboten interessierter Käufer erreicht. Meist muss ein Mindestgebot abgegeben werden. Das gilt zumindest bei einem ersten Versteigerungstermin. Bleibt die Versteigerungsaktion erfolglos, kann der Verwalter die Mindestgebote in Absprache mit den Gläubigern bei weiteren Terminen reduzieren.

Versteigerungen werden teilweise nur für gewerbliche Käufer durchgeführt. Bei vielen anderen sind auch private Käufer zugelassen. In den Tageszeitungen oder auf speziellen Webseiten im Internet werden Versteigerungen (Versteigerungskataloge) angekündigt. Ersteigert werden kann im Prinzip alles vom Notebook über Möbel bis hin zu Autos und Immobilien.

Wer an einer Versteigerung teilnimmt, sollte sich vorher genau informieren. Auch wenn der Verwalter vor Insolvenzverkäufen die Objekte auswählt und bewertet, eine ersteigerte Sache hat in der Regel keine Garantie.

Insolvenzverwalter möchte Bargeld sehen

Insolvenzverkäufe werden immer mit Barzahlung abgewickelt. Wer beispielsweise an einer Versteigerung von Immobilien teilnimmt, muss nach jedem Gebot einen bestimmten Betrag in Bar beim Insolvenzverwalter hinterlegen. Es reicht auch das Vorlegen einer Bankbürgschaft. Interessenten sollten sich immer ein Limit setzen. Ein Rücktritt vom Zuschlag ist nicht möglich. Ist der Zuschlag erteilt, muss die Zuschlagssumme erbracht werden.

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