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Abschaffung der Praxisgebühr: Die Parteien sind sich uneinig

Die vor einigen Jahren eingeführte Praxisgebühr hat bereits damals zu heftigen Kontroversen sowohl zwischen Patienten und Ärzten als auch unter den Politikern geführt. Dennoch trat die Praxisgebühr in Kraft. Von nun war jeder Patient dazu verpflichtet jeden dritten Monat eine Gebühr von 10 Euro zu zahlen. Zusätzlich fällt diese Gebühr im gleichen Zeitabstand für den Zahnarzt an. Nun wird aktuell mal wieder über die Abschaffung der Praxisgebühr debattiert.

Union weigert sich einer Abschaffung der Praxisgebühr zuzustimmen

Eine politische Debatte über die Abschaffung der Praxisgebühr entfachte die FDP, die sich dafür einsetzt die Gebühr wegfallenzulassen. Sie argumentiert damit, dass dadurch die Versicherten erheblich entlastet werden würden. Ein weiteres Argument der FDP ist der Wegfall des unnötigen bürokratischen Aufwands. Der Zeitpunkt für eine solche Überlegung ist nicht der schlechteste, denn es ist allgemeinhin bekannt, dass die Krankenkassen über genug finanzielle Ressourcen verfügen und somit durch einen tatsächlichen Wegfall der Praxisgebühr wohl nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten würden.

Die Union allerdings spricht sich eindeutig gegen die Abschaffung der Praxisgebühr denn sie möchte die Reserven der Krankenkassen beisammen halten, für den Fall, dass schlechtere Zeiten kommen. Am Donnerstag debattierten die Koalitionspartner erneut im Bundestag zu diesem Thema. Auch die Linken und die Grünen sprechen sich derzeit für die Abschaffung der Praxisgebühr aus. Sie werfen der FDP jedoch vor, diese Debatte nur aus medientechnischen Gründen zu führen. Auch die SPD spricht sich für die Abschaffung aus, allerdings hat diese und auch nicht die FDP sich bisher dem Antrag der Linken angeschlossen. Es ist zu erwarten, dass sich die Gespräche unter den Parteien noch weiter hinziehen werden, allerdings ist zu hoffen, dass diese eine gemeinsame Lösung finden, die die Versicherten entlasten werden.

Versicherte könnten entlastet werden

Die Praxisgebühr wurde im 2004 eingeführt und dient unter anderem dem Zweck die Versicherten davon abzuhalten unnötig Ärzte zu konsultieren. Gleichzeitig wurde aber auch schnell klar, dass es für die Versicherten eine erhebliche finanzielle Belastung mit sich bringt, insbesondere für die Geringverdiener. Es ist zu hoffen, dass diese durch ein neues Gesetz zumindest teilweise wieder entlastet werden, zumal die Krankenkassen über genügend finanzielle Ressourcen verfügen. Die Verhandlungen zum Thema Abschaffung der Praxisgebühr gehen weiter.

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