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ADAC im Wandel - Neuregelung der Spitze

  • jeminke / Flickr

Der ADAC war in den vergangenen Wochen von einem Skandal rund um die Fälschung von Umfrageergebnissen ins Schliddern geraten und scheinbar fast von der Fahrbahn abgekommen: Immer neue Probleme tauchen auf und machen der Vereinsleitung und dem Ansehen des Vereins in der Öffentlichkeit zu schaffen. Die neueste Konsequenz aus dieser Affäre ist der Rücktritt des ADAC-Präsidenten Meyer, der erst 2013 für weitere vier Jahre gewählt worden war.

Die ursprüngliche Affäre wäre vergleichsweise harmlos, wenn der ADAC tatsächlich nur ein kleiner Verein oder Club wäre, der sich für die Interessen der Autofahrer einsetzt und als Stellvertreter eintritt, sowie Rettungsdienste organisiert. Aber er ist auch wirtschaftlich stark involviert und steht dadurch auch im Mittelpunkt finanzieller Abwägungen.

So hat der ADAC bereits seit einiger Zeit Interesse daran geäußert, den ganzen Nürburgring zu kaufen und bringt eben insbesondere auch regelmäßige Testergebnisse, Umfragen und Empfehlungen heraus, an denen sich nicht nur die Mitglieder des Vereins sondern viele Autointeressierte in Deutschland orientieren.

Die Manipulation der Umfrageergebnisse zum beliebtesten Auto Deutschlands ist noch nicht vollständig geklärt und man weiß nicht, ob es sich nur um die Zahl der Teilnehmer handelte oder auch das Ergebnis selbst. Andere Probleme tauchen jetzt stückweise auf, wie die Nutzung der Rettungshubschrauber für Dienstreisen durch die Führung des ADAC.

Der letzte Rettungsversuch war ein 10-Punkte-Plan, den auch der jetzt zurückgetretene Präsident Peter Meyer vorgestellt und verteidigt hatte. Dieser soll weiterhin dem ADAC helfen und wurde scheinbar um den inoffiziellen elften Punkt des Rücktritts des Präsidenten ergänzt. Ob und wie schnell diese Maßnahmen helfen werden, das Vertrauen in "den" Automobilclub wieder herzustellen, wird die Zeit zeigen.

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