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Anklage zugelassen: Uli Hoeneß muss sich bald vor Gericht verantworten

Lange war es still um Uli Hoeneß und dem Vorwurf der Steuerhinterziehung, doch jetzt kommt wieder Bewegung in die Angelegenheit, denn das Landgericht München II teilte jetzt mit, dass es die Anklage der Staatsanwaltschaft ungeändert zulässt. Hoeneß selbst scheint nicht damit gerechnet zu haben, der Präsident des FC Bayern München dachte wohl, dass es reicht, sich einfach selbst anzuzeigen und die Sache sei vom Tisch.

Im März 2014 soll der Prozess beginnen. Vier Verhandlungstage sind angesetzt worden, vom 10. bis zum 13. März. Hoeneß selbst zeigt sich verwundert über die Entscheidung des Landgerichts. "Ich bin sehr überrascht, dass unsere Selbstanzeige vom 17. Januar bis jetzt von den Behörden nicht für wirksam erklärt wird", meint der wegen Steuerhinterziehung Angeklagte.

Steuern in Höhe von 3,2 Millionen Euro soll Uli Hoeneß hinterzogen haben. Der Bayern-Präsident unterhielt ein geheimes Konto in der Schweiz, das dort angelegte Geld versteuerte er nicht. "Ich habe eine große Torheit begangen, einen Riesenfehler, den ich so gut wie möglich korrigieren will", sagt er zwar, aber meint wohl mit einer Entschuldigung der Strafe entgehen zu können.

Die Selbstanzeige, die Hoeneß im Januar machte, erwies sich als formal fehlerhaft und wurde deswegen vom Gericht nicht anerkannt. Nun wolle er mit seinen Anwälten darum kämpfen, dass seine Argumente vor Gericht ziehen. Bayern München steht übrigens weiterhin hinter seinem Präsidenten. Seine Posten dort seien nicht in Gefahr. Seine weiße Weste ist Uli Hoeneß aber nun schon etwas länger los.

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