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Aufbewahrungsfrist für die Steuererklärung: Bis zu zehn Jahre

Wenn es um die Aufbewahrungsfrist für die Steuererklärung geht, gelten für Selbständige und Geschäftsleute strenge gesetzliche Vorgaben. Damit die eventuell auftretenden Unstimmigkeiten und spätere Forderungen einwandfrei und zügig geklärt werden können, schreibt der Gesetzgeber für eine Reihe von geschäftlichen Unterlagen recht lange Aufbewahrungsfristen vor.

Im Rahmen der sogenannten Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht unterliegen bestimmte Unterlagen der Aufbewahrungsfrist für die Steuererklärung. Dazu zählen unter anderem Geschäftsbücher, Inventare, Aufzeichnungen, Lageberichte, Jahresabschlüsse, die Eröffnungsbilanz sowie die dazugehörigen Arbeitsanweisungen. Für diese Unterlagen beträgt die gesetzlich festgelegte Aufbewahrungspflicht zehn Jahre.

Ebenfalls aufzubewahren sind die empfangenen Geschäfts- und Handelsbriefe, die Kopien der abgesendeten Geschäfts- und Handelsbriefe, Buchungsbelege sowie andere Schriftstücke, die unter Umständen für die Besteuerung wichtig sein können. Für diese unterlagen beträgt die Aufbewahrungsfrist für die Steuererklärung sechs Jahre.

Seitdem die Informationstechnologie Einzug ins Geschäftsleben gehalten hat, erlaubt es der Gesetzgeber, dass die obenerwähnten Unterlagen auf einem elektronischen Datenträger aufbewahrt werden können. Eine Ausnahme davon bilden lediglich die Jahresabschlüsse und die Eröffnungsbilanz, die in Papierform aufzubewahren sind. Wichtig ist es, dass elektronisch aufbewahrte Unterlagen mit den Papieroriginalen genau übereinstimmen und jederzeit wiedergegeben werden können.

Für gewöhnlich beginnt die Aufbewahrungsfrist für die Steuererklärung mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Eintragungen in die entsprechende Geschäftsbücher und Bilanzen erfolgt sind, die Briefe empfangen oder verschickt und Belege ausgestellt wurden. Abgesehen von dieser Aufzeichnungspflicht für Selbständige, müssen auch Steuerpflichtige mit Überschusseinkünften von über 500.000 im Jahr bestimmte Unterlagen aufbewahren.

Als Überschusseinkünfte gelten Einnahmen aus dem Kapitalvermögen, aus der Vermietung und Verpachtung von Eigentum sowie sonstige Einkünfte. Die Unterlagen, in denen die entsprechenden Einnahmen verzeichnet sind, muss man sechs Jahre Lang aufbewahren. Danach erlischt die Aufbewahrungsfrist für die Steuererklärung.

Quelle: steuertipps.de

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