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Barilla-Chef hasst Homosexuelle

Der Nudelkonzern Barilla steht derzeit sehr negativ in den Schlagzeilen: Schuld daran ist Chef Guido Barilla, denn der 55-Jährige machte jetzt in einem Interview deutlich, dass er die traditionellen Werte einer Familie hochhalten möchte und deswegen keine Werbung mit oder für Homosexuelle schalten wird. Die Empörung ist weltweit sehr groß.

Im italienischen Radiosender Radio24 zog Guido Barilla so richtig vom Leder. "Wir werden keine Werbung mit Homosexuellen schalten, weil wir die traditionelle Familie unterstützen. Wenn Homosexuellen das nicht gefällt, können sie Pasta eines anderen Herstellers essen", meint er. Der Barilla-Konzern habe eben eine etwas andere Kultur. Und man müsse auch nicht jedem gefallen, um niemandem zu missfallen.

Gleichzeitig machte er seine Position gegenüber Homosexuellen im Adotionsrecht deutlich. Guido Barilla sprach sich deutlich gegen die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare mit heterosexuellen Paaren aus. Kinder aus Regenbogenfamilien hätten zusätzliche Schwierigkeiten, zitiert tagesschau.de den Nudel-Tycoon.

Weltweit brach ein Sturm der Empörung. Viele User von Social Medias riefen zum Boykott von Barilla auf. Fotos von weggeworfenen Nudelpackungen wurden gepostet. Damit hatte Guido Barilla wohl nicht gerechnet. Es folgte sofort eine Entschuldigung. Er habe keine Missverständnisse auslösen, sondern nur die zentrale Rolle der Familie deutlich machen wollen. Das ist wohl misslungen. Guido Barilla habe großen Respekt vor Homosexuellen und der Meinungsfreiheit. Wie weit ein wirtschaftlicher Schaden entstehen wird, ist nicht deutlich. Bei einem Jahresumsatz von vier Milliarden Euro wird er aber zu verschmerzen sein.

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