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Betriebliche Altersvorsorge mit einer Direktversicherung eine sehr klassische Variante

Die betriebliche Altersvorsorge mit einer Direktversicherung ist eine klassische Variante zur Absicherung von Mitarbeitern durch einen Arbeitgeber. Leistungen der betrieblichen Altersversorgung werden außerdem durch spezielle Pensionskassen der Versicherer an Betriebsmitarbeiter und deren Hinterbliebenen erbracht. Nicht nur der Mitarbeiter kann einige Vorteile mit einer Direktversicherung erzielen. Für einen Arbeitgeber zählen beispielsweise die Beiträge zu den Betriebsausgaben und innerhalb bestimmter Grenzen sind diese auch sozialversicherungsfrei.

Nachforderungen der Sozialkasse vermindern Auszahlungsleistungen beträchtlich

Die betriebliche Altersvorsorge mit einer Direktversicherung finanziert sich durch Gehaltsumwandlung. Teile des Bruttogehaltes des Mitarbeiters werden im Rahmen einer Direktversicherung für die Alterssicherung angespart. Eine der Vorteile für den Arbeitnehmer ist, dass er auf diese Versicherungsbeiträge keine Steuern zu zahlen braucht.

In Abhängigkeit vom Alter des Arbeitnehmers bei Beginn der Direktversicherung kann die Phase des Sparens einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten umfassen. In der Direktversicherung unterscheidet man die Ansparphase und die Leistungsphase. Eine Gehaltsumwandlung wird Mitarbeitern dann als sinnvoll empfohlen, wenn sie wegen des Erreichens der Höchstbeträge keine weitere Möglichkeit zur steuerlichen Absetzbarkeit haben.

Die im Versorgungsfall ausgezahlten Leistungen müssen der Arbeitnehmer oder seine versorgungsberechtigten Hinterbliebenen versteuern. Leistungen an den versicherten Arbeitnehmer werden zudem erst nach Erreichen des Mindestalters von 60 Jahren (neuere Verträge 62 Jahre) ausgezahlt. Wenn er aus dem Betrieb ausscheidet oder der Arbeitgeber geht in die Insolvenz, bleiben dem Arbeitnehmer die Versorgungsansprüche auf Grund des nicht widerrufbaren Bezugsrechts erhalten.

Bei einem Wechsel des Arbeitgebers können unverfallbare Anwartschaften auf den anderen Arbeitgeber übertragen werden. Ein Versicherungsvertrag kann auch mitgenommen werden. Die Fortsetzung mit privaten Beiträgen ist ebenfalls gestattet.

Für Kunden einer Direktversicherung kann es mitunter bei der Auszahlung eine unangenehme Überraschung geben. Alle gesetzlich Krankenversicherten müssen zusätzliche Sozialabgaben abführen. Konkret bedeutet das, wenn ein Arbeitnehmer eine Auszahlungssumme von 100.000 Euro erhält, meldet sich die Sozialkasse mit Nachforderungen von bis zu 16.000 Euro. Nur wer eine Direktversicherung selbst bezahlt und auf eigenen Namen führt, wird von einer Nachforderung verschont.

Fondsgebundene Versicherung mit mehr Renditepotential

Für die betriebliche Altersvorsorge mit einer Direktversicherung werden klassische kapitalgebundene sowie fondsgebundene Sparvarianten angeboten. In beiden Fällen verdienen die Abschlussvermittler gehörig mit. Wird noch zusätzlich eine jährliche dynamische Anpassung der Beiträge vereinbart, kostet das den Kunden einer Direktversicherung einen ganzen Batzen Geld. Die fondsgebundene Direktversicherung bietet zwar höhere Renditechancen als eine festverzinste Kapitalversicherung. Dabei bestehen jedoch auch die Risiken einer Aktienanlage.

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