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BGH-Urteil: Bearbeitungsgebühr für Kredite ab 2004 zurückfordern

Der Bundesgerichtshof hat für Bankkunden ein mitunter sehr wichtiges und interessantes Urteil gesprochen: Bearbeitungsgebühren für Kredite dürfen von Kreditinstituten nicht erhoben werden. Diese Gebühren belaufen sich zwischen 1 Prozent bis 4 Prozent des Darlehensbetrages. Doch das ist nicht zulässig. Wer schon gezahlt hat, kann dieses Geld nun zurückverlangen.

Banken nahmen bisher einige Euros mit diesen Bearbeitungsgebühren ein. Sie berechneten es den Kunden, wenn diese auf Zahlungsfähigkeit geprüft wurden. Doch der Bundesgerichtshof entschied nun, dass es vielmehr im Interesse des Kreditinstitutes läge, wenn der Kunde den Kredit auch zurückzahlen könne. Also müsse er diese Prüfung auch im eigenen Interesse und nicht etwa im Interesse des Kunden durchführen. Gebühren dafür dürfen also nicht anfallen.

Es könnte für die Kunden eine Menge Geld zurück ins eigene Portemonnaie fließen, denn die Gebühren können bis ins Jahr 2004 zurückverlangt werden. Was dafür gemacht werden muss, wird nun hier erklärt. Wer schon seit November 2004 zahlt, der muss sich beeilen. Denn nach zehn Jahren entfällt die Möglichkeit, die Bearbeitungsgebühren zurückzuverlangen. Und diese Frist läuft schon im nächsten Monat ab.

Auch bei Gebühren aus den darauf folgenden Jahren, sollte man schnell sein. Denn diese Möglichkeit, das Geld zurückzuverlangen, könnte am 31.12.2104 entfallen. Die Website test.de hat einen Mustertext online gestellt, mit denen die Bearbeitungsgebühren für Kredite zurückverlangt werden können. Der Text kann dann einfach in ein Textverarbeitungsprogramm kopiert und mit den persönlichen Daten ergänzt werden.

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