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Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Erbrecht

Das Thema Erben beziehungsweise Vererben ist meistens ziemlich heikel. Zudem kann das Erbrecht sehr unübersichtlich sein, wenn es beispielsweise mehrere Erben gibt oder der Erblasser Berechtigte ausschließen will.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten und meist gestellten Fragen zum Thema.

Sollte man ein Testament machen?

Grundsätzlich wird zu einem Testament geraten, es sei denn, es gibt nur einen einzigen Erben. Wer aber zwei Kinder hat, könnte diesen ohne ein Testament Probleme bereiten, denn gerade bei Sachwerten wie einem Bild oder einem Haus könnten diese in Streit geraten. In einem Testament hingegen kann der Erblasser bestimmen, wer welches Stück bekommen soll.

Pflichtteil einer Erbschaft bleibt trotz Testament bestehen

Den letzten Willen kann man so bestimmen, wie man will, allerdings werden Pflichtteilsberechtigte laut Gesetz immer bedacht - auch wenn diese im Testament gar nicht genannt werden. Wer also das "böse" Kind von der Erbschaft ausschließen möchte, hat keine Chancen - ein Pflichtteilsberechtigter bekommt in jedem Fall die Hälfte seines gesetzlichen Erbteils.

Pflichtteil einer Erbschaft bleibt trotz Testament bestehen

Den letzten Willen kann man so bestimmen, wie man will, allerdings werden Pflichtteilsberechtigte laut Gesetz immer bedacht - auch wenn diese im Testament gar nicht genannt werden. Wer also das "böse" Kind von der Erbschaft ausschließen möchte, hat keine Chancen - ein Pflichtteilsberechtigter bekommt in jedem Fall die Hälfte seines gesetzlichen Erbteils.

Woher weiß man, ob es ein Testament gibt?

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Testament gemacht wurde, fragen Sie beim Nachlassgericht oder dem Amtsgericht nach.

Erben müssen Erben informieren

Alle gesetzlichen Erben haben einen Auskunftsanspruch gegenüber den Miterben sowie dem Erbschaftsbesitzer. Wer seiner Verpflichtung nicht nachkommt, kann belangt werden und muss eventuell Schadensersatz zahlen.

Erben auch uneheliche Kinder?

Uneheliche Kinder sind, genau wie alle ehelichen Kinder und in dem selben Maße, erbberechtigt.

Erben auch uneheliche Kinder?

Uneheliche Kinder sind, genau wie alle ehelichen Kinder und in dem selben Maße, erbberechtigt.

Schenkungen vor dem Tod

Manche Erblasser schmälern die Erbmasse vor ihrem Tod durch Schenkungen. Allerdings reduziert sich damit der Pflichtteil der Berechtigten nur dann, wenn diese Schenkungen mindestens zehn Jahre vor dem Ableben des Erblassers getätigt worden sind. Andernfalls wird ein prozentualer Anteil an den Pflichtteil angerechnet. Dieser wird umso kleiner, je länger das Datum der Schenkung zurück liegt. Bei fünf Jahren beispielsweise werden noch 50 Prozent des einstigen Wertes berücksichtigt.

Problematisch: Pflichtteil bei Häusern

Theoretisch steht auch ein Haus allen Erben in gleichen Teilen zu. Wer das Haus am Ende bekommt, muss den anderen Pflichtteilsberechtigten ihren Anteil in bar auszahlen. Leider können dies viele nicht - und Häuser enden oft in einer Zwangsversteigerung. Hier ist es also ganz besonders ratsam, vorher erbvertragliche Regelungen zu treffen.

Was, wenn man Schulden erbt?

Wer weiß, dass er nur Schulden erbt, darf sein Erbe innerhalb von sechs Wochen nach der Kenntnisnahme ausschlagen. Erfährt man erst später davon, dass die Schulden höher sind als die geerbten Werte, besteht die Möglichkeit ein Nachlassinsolvenzverfahren anzustreben mit der Begründung der Dürftigkeit des Nachlasses.

Verjährungsfrist für unbekannte Erbfälle

Wer erst viele Jahre später von seinem Erbe erfährt, muss sich keine Sorgen machen. Die Verjährungsfrist liegt bei 30 Jahren und beginnt auch erst mit der Kenntnisnahme des Erbfalls.

Freibeträge für das Vererben

Die Freibeträge für das Erbe liegen bei 500 000 Euro für Ehegatten, bei 400 000 Euro für Kinder, Adoptivkinder sowie Stiefkinder und bei 200 000 Euro für die Enkel.

Freibeträge für das Vererben

Die Freibeträge für das Erbe liegen bei 500 000 Euro für Ehegatten, bei 400 000 Euro für Kinder, Adoptivkinder sowie Stiefkinder und bei 200 000 Euro für die Enkel.

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