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Unbefristeter Streik der Deutschen Post - das müssen Sie jetzt wissen

In den kommenden Tagen werden wohl viele Briefkästen in Deutschland leer bleiben - Grund dafür ist ein Streik der Deutschen Post. Briefträger und Paketboten legen ihre Arbeit nieder - auf unbestimmte Zeit. Nach wochenlangen Diskussionen und Streits im Tarifkonflikt ist die Situation eskaliert und die Gewerkschaft Verdi hat zu unbefristeten Streiks aufgerufen.

Wir erklären Ihnen, worum es eigentlich geht, wer sich am Streik beteiligt, ob man jetzt überhaupt Briefe, Päckchen und Pakete abschicken kann und weshalb der Post-Streik keine Ausrede für verpasste Fristen ist.

Streik: Rechte und Pflichten – was beim Streiken zu beachten ist

Fotos: Twitter

Wo streikt die Post?

Der Streik begann am gestrigen Montag, den 7. Juni 2015 - in vielen Briefverteil- und Briefsortierzentren in ganz Deutschland wurde die Arbeit niedergelegt. Am Abend wurden dann auch Briefträger und Paketboten in den Streik einbezogen.

Streik: Rechte und Pflichten – was beim Streiken zu beachten ist

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Wie lange streikt die Post?

Es ist bisher kein Ende festgelegt worden, die Streiks sind vorerst unbefristet. "Wir wollen mit dem unbefristeten Arbeitskampf die Tarifauseinandersetzung zuspitzen. Deshalb werden die Briefsortierzentren nun so lange bestreikt, bis Verdi den Arbeitskampf für beendet erklärt", so Anton Hirtreiter von Verdi Bayern.

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Wie lange streikt die Post?

Es ist bisher kein Ende festgelegt worden, die Streiks sind vorerst unbefristet. "Wir wollen mit dem unbefristeten Arbeitskampf die Tarifauseinandersetzung zuspitzen. Deshalb werden die Briefsortierzentren nun so lange bestreikt, bis Verdi den Arbeitskampf für beendet erklärt", so Anton Hirtreiter von Verdi Bayern.

Streik: Rechte und Pflichten – was beim Streiken zu beachten ist

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Was, wenn ein Brief oder Paket zu einem ganz bestimmten Termin ankommen soll?

Wer während des Streiks der Post wichtige Post fristgemäß versenden will, sollte sich gut informieren, da Fristen wegen der Arbeitsniederlegung nicht einfach weg fallen oder verlängert werden. Wenn Sie also beispielsweise einen Vertrag, eine Kündigung oder ein Gerichtsschreiben zu einem bestimmten Tag versenden müssen, fragen Sie den Empfänger, wann Fristen beginnen und enden und kümmern Sie sich gegebenenfalls selbst um die Zustellung.

Streik: Rechte und Pflichten – was beim Streiken zu beachten ist

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Wann beginnt eine Frist zu laufen?

Bei Posteingang? Oder bei Postausgang? Gerichte oder Behörden informieren die Verbraucher gewöhnlich über die Fristen, lesen Sie am besten in der Rechtsmittelbelehrung nach. Unternehmen können Hinweispflichten wahr nehmen, sie müssen es aber nicht. Im Zweifel fragen Sie beim Absender nach und bitten Sie, wenn nötig, um eine Fristverlängerung.

Grundsätzlich gilt: Warnstreiks der Post sind keine Ausrede für verpasste Friste und Termine!

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Wie sieht es mit Rücksendungen beim Online-Shopping aus?

Wer im Internet etwas bestellt, hat in der Regel 14 Tage Zeit, bevor er die Waren zurückschicken muss. Aber reicht es aus, die waren rechtzeitig abzuschicken? Ja, sagen Rechtsexperten. Wer seine Waren innerhalb dieses Zeitraumes abschickt, hält seine Frist ein, auch wenn das Päckchen verspätet beim Online-Handel eingeht. Es empfhielt sich aber, den Absendebeleg gut aufzubewahren.

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Wie sieht es mit Rücksendungen beim Online-Shopping aus?

Wer im Internet etwas bestellt, hat in der Regel 14 Tage Zeit, bevor er die Waren zurückschicken muss. Aber reicht es aus, die waren rechtzeitig abzuschicken? Ja, sagen Rechtsexperten. Wer seine Waren innerhalb dieses Zeitraumes abschickt, hält seine Frist ein, auch wenn das Päckchen verspätet beim Online-Handel eingeht. Es empfhielt sich aber, den Absendebeleg gut aufzubewahren.

Streik: Rechte und Pflichten – was beim Streiken zu beachten ist

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Worum geht es in dem Streik?

Es geht allgemein um die Arbeitsbedingungen von rund 140 000 Beschäftigten bei der Post und im Detail um rund 6000 Paketboten in 49 neu gegründeten, regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung. Diese werden oft schlechter bezahlt als ihre Kollegen. Verdi will erreichen, dass sie nach dem Haustarif der Post bezahlt werden und nicht nach den schlechteren Tarifen der Logistikbranche.

Im Gegenzug wolle man auf 2015 die lineare Lohnerhöhung verzichten und die Löhne neuer Mitarbeiter sollen zukünftig langsamer steigen. Verdi forderte zudem eine Einmalzahlung von 500 Euro an alle Angestellten und ein Lohnplus von 2,7 Prozent für das kommende Jahr. Dies wies die Post vehement zurück, da die Forderungen keinen Beitrag zur Zukunftssicherung der Post-Mitarbeiter und das Unternehmen leiste.

Streik: Rechte und Pflichten – was beim Streiken zu beachten ist

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Was verdienen die Paketboten der Deutschen Post?

Die Durchschnittslöhne der Deutschen Post liegen bei 17,72 Euro pro Stunde. Das Einstiegsgehalt liegt deutlich darunter, bei 11,78 Euro. rechnet man Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie andere Zuschläge dazu, ergeben sich 13,72 Euro.

Bei ausgegliederten, regionalen Gesellschaften werden, je nach Region, 10,32 Euro bis 18 Euro pro Stunde, durchschnittlich 13 Euro pro Stunde gezahlt. Leistungsbezogene Zuschläge gibt es nicht überall und Weihnachts- oder Urlaubsgeld existieren gar nicht.

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Was verdienen die Paketboten der Deutschen Post?

Die Durchschnittslöhne der Deutschen Post liegen bei 17,72 Euro pro Stunde. Das Einstiegsgehalt liegt deutlich darunter, bei 11,78 Euro. rechnet man Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie andere Zuschläge dazu, ergeben sich 13,72 Euro.

Bei ausgegliederten, regionalen Gesellschaften werden, je nach Region, 10,32 Euro bis 18 Euro pro Stunde, durchschnittlich 13 Euro pro Stunde gezahlt. Leistungsbezogene Zuschläge gibt es nicht überall und Weihnachts- oder Urlaubsgeld existieren gar nicht.

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