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Billige China-Aktien: Kein besonders lukratives Geschäft

Seit 2007 versucht China, sich an der Frankfurter Börse zu etablieren. Doch die Unternehmen, die den Weg nach Deutschland gewagt haben, können bisher keine großen Erfolge vorweisen. Billige China-Aktien scheinen auf den ersten Blick lukrativ zu sein, jedoch sind diese Wertpapiere nicht gerade im Aufschwung. Auch wenn es vor zwei Jahren noch ganz anders aussah.

Firmen gehören nicht zur First Class

Im Jahr 2010 noch sprachen viele Analysten Kaufempfehlungen für billige China-Aktien aus. Die Wachstumsaussichten für das riesige asiatische Land waren damals sehr vielversprechend. Und tatsächlich hat sich China zu einem Global Player entwickelt. Warum die an der Frankfurter Börse notierten Unternehmungen nicht wirklich mithalten können, hat ganz bestimmte Gründe.

Wie die Wirtschaftswoche vor kurzem schrieb, würden die chinesischen Firmen, die den Sprung nach Frankfurt gewagt haben, nicht gerade zur oberen Liga des asiatischen Landes gehören. Es seien kleine Unternehmen, die aber aus sicheren Bereichen stammen, wie etwa der Müllverbrennung, Armaturenhersteller, Handtaschenvertrieb und Fischhandel. Damit würde zumindest nicht die Gefahr bestehen, dass die Aktienblase schnell platzt, wie es bei Firmen aus dem Internet-Segment oft passierte.

Ein Problem, dass die Unternehmen aus China hier noch haben, ist, dass viele Anleger das Wagnis nicht eingehen wollen, in eine völlig unbekannte Firma zu investieren. Das Vertrauen sei nicht gerade hoch, heißt es in der Wirtschaftwoche. Und diese Scheu vor dem Risiko hat sich bisher bewährt. Denn 35 Unternehmen aus China sind derzeit in Frankfurt notiert. Selbst die Top Ten muss derzeit mit Kursgewinnen im Minusbereich klar kommen. Und deswegen bleiben die Firmen auch auf ihren Aktien sitzen. Nur ein fünftel der 1,7 Millionen Aktien eines Fischverarbeiters wurden zum Beispiel verkauft.

Wo landet das verdiente Geld?

Das Problem mit den Aktien aus dem Riesenreich in Asien ist, dass viele wichtige Informationen undurchsichtig für den Anleger und Analysten bleiben. So würden viele chinesische Unternehmen fern jeder Börsenaufsicht handeln. Wer sich vor Ort umgeschaut hat, der sei zwar beeindruckt von dem rasanten Wachstum der Firmen gewesen. Allerdings könne bezweifelt werden, ob das Management tatsächlich so seriös arbeite, dass das verdiente Geld tatsächlich auch beim Aktionär landet. Billige China-Aktien sind deswegen derzeit noch ein Risiko.

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