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Blackberry soll an Investor für 4,7 Milliarden Dollar verschachert werden

Blackberry soll verkauft werden und ein kanadischer Investor hat ein Angebot unterbreitet. Blackberry war mal ein Firmenname, der für so einiges stand. Blackberry ist heute aber längst nicht mehr so erfolgreich und ziemlich nah an den Abgrund gerutscht. In der letzten Woche ist der Kurs der Aktien rapide um 11% gefallen, nachdem das Unternehmen Verluste, Einsparungen und Entlassungen bekannt gegeben hatte.

Der Preis der Aktien ist im Einzelnen unter die 10-Dollar-Marke gefallen und jetzt möchte der Investor das Unternehmen auch nur noch zu einem Gesamtpreis kaufen, der auf ca. 9 Dollar pro Aktie runter zu rechnen ist. Das scheint wie ein Ausverkauf, ist aber im Zweifel sogar besser für Blackberry. Denn der Investor ins Unternehmen wird auch als "kanadischer Warren Buffet" bezeichnet, und das ist sicher kein beleidigender Titel.

Für die Zukunft von Blackberry wird spekuliert, dass die Firma von der Börse gehen wird und dann versucht, wieder gesund zu werden. Das ist kein untypischer Werdegang für Unternehmen, die unter dem Boom der plötzlichen Apple-Begeisterung leiden, wie Dell zeigt. Blackberry hat zwar immer hochwertige Produkte verkauft, sich aber nie als so stylisches Accessoire darstellen können, wie Appleprodukte. Deswegen muss der Handyhersteller eine neue Strategie finden, um seine Produkte an die Kunden zu bekommen.

Der Deal klingt zwar zunächst nach einem Ausverkauf für Blackberry, ist aber definitiv besser als die Alternativen, die in letzter Zeit besprochen wurden. Weil sich kein einzelner Käufer oder Investor fand, sollte das Unternehmen zerschlagen und an verschiedene Investoren verkauft werden. Die Möglichkeit, als Gesamtunternehmen weiterhin zu agieren, ist sicherlich insgesamt besser für die Marke und auch für die verbleibenden Mitarbeiter.

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