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Deutsche Bank: Selbstmord von Ex-Risikomanager

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Die Deutsche Bank hat einen ihrer führenden Manager verloren: William Broeksmit ist in London erhängt aufgefunden worden. Die englische Polizei ordnet den Tod als "unverdächtig" ein. Damit deutet alles darauf hin, dass Broeksmit Selbstmord begangen hat. Es heißt, er habe sich erhängt. Broeksmit galt als ein Topbanker, hatte aber wohl zuletzt an einer gescheiterten Beförderung zu knacken.

Der Verstorbene ist einer der Schöpfer der Investmentbank. Broeksmit hatte beste Verbindungen in die Führungsspitze der Deutschen Bank, Co-Bank-Chef Anshu Jain war einer seiner engsten Vertrauten. Jain und der andere Co-Bank-Chef Jürgen Fitschen nennen Broeksmit "einen der besten Köpfe im Risiko- und Kapitalmangement". Viele hätten den 58-Jährigen als "lieben Kollegen und Freund" wahrgenommen, von dessen Intellekt und Weisheit man profitieren könne.

Das Risiko- und Kapitalmanagement war der Bereich von William Broeksmit. Insgesamt zehn Jahre arbeitete er für die Deutsche Bank. Von 1996 bis 2001 und von 2008 bis zu seinem Ruhestand im Februar 2008. In der Zeit dazwischen war er als unabhängiger Berater tätig. Bei seiner zweiten Station bei der Deutschen Bank wurde der Posten des Head of Portfolio Risk Optimization extra für Broeksmit neu geschaffen.

Vor zwei Jahren sollte Broeksmit eigentlich den Posten des ehemaligen Josef Ackermann-Vertrauten Hugo Bänzinger übernehmen. Doch man warf ihm zu wenig Erfahrung als Chief Risk Officer vor. In der Deutschen Bank befürchtet man jetzt, der Tod könnte etwas mit der gescheiterten Beförderung zu tun haben. Broeksmit hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

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