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Devisenhandel: Wichtige Grundlagen für Einsteiger

Dank der Hebelwirkung verspricht der Devisenhandel bei niedrigem Kapitaleinsatz hohe Gewinne. Auch der Einstieg gestaltet sich recht unkompliziert, daher erregt er auch bei privaten Anlegern großes Interesse. Um jedoch kein böses Erwachen zu erleben, sollten gerade Anfänger einige Regeln beachten.

Der Foreign Exchange Market oder Forex bezeichnet den Devisen-, beziehungsweise Währungsmarkt. Mit einem Tagesumsatz von mehr als 4 Billionen US-Dollar ist der sogenannte FX-Handel der weltweit größte Finanzmarkt. Auf ihm werden die Devisenkurse in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage gebildet, wobei die Händler dabei entweder auf fallende oder auf steigende Kurse einer Währung spekulieren. Der Einsatz von Hebeln macht es Tradern möglich, bereits mit geringem Kapitaleinsatz hohe Handelsvolumina zu tätigen. Der auf diese Weise vergrößerte Einsatz sowie die mitunter starken Kursschwankungen bieten Chancen auf hohe Renditen, jedoch auch die Gefahr sehr großer Verluste, die - je nach Hebel - weit über den Kapitaleinsatz hinausgehen können. Die niedrigen Einstiegssätze, vergleichsweise geringen Regularien und flexiblen Handelszeiten machen den FX-Handel auch für private Kapitalanleger äußerst attraktiv. Hinzu kommt die Verbreitung von Online Handelsplattformen wie Weiss Finance, bei denen private Investoren unkompliziert mit Devisen und vielen anderen Anlagearten spekulieren können. Vor dem Einstieg sollten jedoch die fundamentalen Regeln des Handels bekannt sein.

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1. Den Markt kennen

Vor dem ersten Investment sollte der Forex-Markt genau studiert werden, damit wirtschaftliche und politische Einflussfaktoren nachvollzogen werden können. Die Kenntnis der Zusammenhänge für die Schwankungen einzelner Währungen untereinander ist immanent wichtig für den erfolgreichen Einstieg in das Geschäft.

2. Rationalität - einen Plan fassen und dabei bleiben

Die Erstellung eines Handelsplans ist ein wichtiger Bestandteil des erfolgreichen FX-Handels. Anleger sollten hier ihre Investitions- und Ertragsziele, Risikobereitschaft und den Zeitraum der Investition festlegen. Ist dieser Plan erstellt, sollte jedes Investment in Bezug auf die Erfüllung sämtlicher dort festgelegter Parameter überprüft werden. Ist dies nicht der Fall, wächst die Gefahr, sich von irrationalen oder emotionalen Gründen leiten zu lassen, was das Verlustrisiko enorm anwachsen lässt.

3. Fundamentaldaten- oder Chart-Analyse

Der Handel aufgrund von Fundamentaldaten basiert auf den Einflüssen geopolitischer oder gesamtwirtschaftlicher Faktoren auf die einzelnen Währungen. Hier heißt es, den permanenten Nachrichtenstrom zu filtern und die Strategie auf währungskritische Faktoren auszurichten. Meldungen der Zentralbanken, politische Aussagen von Regierungschefs oder wirtschaftliche Entwicklungen sind hier wichtige Indikatoren. Ähnlich wie bei Börsenhändlern orientieren sich Chart-Analysten beim FX-Handel für ihre Strategie an den historischen und aktuellen Kursverläufen von Währungen, welche Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zulassen. Die meisten professionellen Händler nutzen eine Kombination beider Systeme für ihre Anlagestrategie.

4. Für die Routine testen

Statt des Investments des eigenen Kapitals sollten insbesondere Einsteiger einige „Test-Trades“ durchführen, bei denen sie nach Maßgabe ihres Plans mit imaginären Geldmitteln auf bestimmte Währungen setzen. Auf diese Weise lernen sie und gewinnen wertvolle Routine, ohne eigenes Kapital zu riskieren.

5. Limits festlegen und sich daran halten

Die Einhaltung der im Plan festgelegten Limits gehört zu den Kernfaktoren erfolgreichen Tradens. Aus diesem Grunde sollte nie von den Einsatzlimits abgewichen werden - ganz besonders dann nicht, wenn es darum geht, Verluste wettzumachen. Diese „All in-Strategie“ führt schon beim Poker oft nicht zum gewünschten Ergebnis und ist meist ein Ausdruck eigener Hilflosigkeit. Hier kommt die Irrationalität wieder ins Spiel, die den Anleger zu risikoreichem Verhalten verführt. Deshalb gilt: Limits stets einhalten!

6. Ein- und Ausstiege richtig timen


Die wenigsten privaten Anleger haben die Zeit, ständig am Schirm zu sitzen und die Kurse zu verfolgen, um dementsprechend Orders zu erteilen. Erfolgreiche Händler bauen deshalb automatische Regeln wie zum Beispiel Stop-Loss-Orders auf, die bei Über-, beziehungsweise Unterschreitung festgesetzter Währungskurse Ankaufs- oder Verkaufsorders absetzen. Dies dient zum einen der Minimierung des Verlustrisikos, zum anderen der Sicherung und Mitnahme von Gewinnen.

7. Strategie von Zeit zu Zeit hinterfragen


Sicher, der zuvor gefasste Plan sollte tunlichst eingehalten werden. Doch manchmal ändern sich mit der Zeit der Anlageschwerpunkt, die Risikobereitschaft oder auch das Investitionsvolumen. All dies führt dazu, dass Plan und Strategie angepasst werden sollten, um weiterhin erfolgreich zu handeln und die gesetzten Ziele zu erreichen

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