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"Die Höhle der Löwen": Bekommen die Jungunternehmer das versprochene Geld nicht?

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Für VOX war "Höhle der Löwen" der Überraschungs-Quotenhit des Jahres, Jungunternehmer stellten vor einer Jury von Investoren ihr Produkt vor und konnten um Investorengelder werben. Einige Start-Ups durften sich dann auch auf eine Menge Geld freuen. Doch der FOCUS hat herausgefunden, dass viele Deals, die in der Show beschlossen wurden, nicht oder noch nicht zustande kamen.

In der "Höhle der Löwen"-Jury saßen Judith Williams vom Homeshopping-Sender HSE24, Familien-Unternehmerin Lencke Wischhusen, Öger-Tours-Gründer Vural Öger, Erlebnis-Unternehmer Jochen Schweizer und Internet-Investor Frank Thelen (Kaufda, Wunderlist). Sie versprachen einigen Jungunternehmen Investorengelder. Doch mindestens zwei der Deals sind geplatzt.

Das Wiener Start-Up Locca hat ein Ortungssystem für Gegenstände, Kleinkinder und Haustiere entwickelt. Die "Höhle der Löwen"-Jury war begeistert und versprach insgesamt 350 000 Euro, so viel wie keinem anderen Teilnehmer. Aber: "Der Deal ist bislang nicht zustande gekommen", sagt Unternehmensgründer Julian Breitenecker. Die Löwen, also die Jury, hätten die Verhandlungen abgebrochen. Der Grund war der Quellcode des Ortungssystems. Die Investoren bemängelten, dass nicht eindeutig klar sei, wo die Rechte dafür liegen.

Das zweite Unternehmen, das bisher vergeblich auf Geld von "Höhle der Löwen" wartet, ist myCleaner. Judith Williams war von den Reinigungsprodukten sehr angetan. Allerdings wollte sie, dass das Investment von 25 000 Euro wieder zurückgezahlt wird. Gründer Slawa Kister war davon nicht begeistert. Denn: "Das ist ein Kredit, beim Investment verbleibt das Geld doch im Unternehmen." Also ist "Höhle des Löwen bei VOX doch mehr Show als echte Gründerhilfe.

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