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Die Prepaid Kreditkarte ist hochgeprägt nicht wertvoller als bei Datenaufdruck

Wenn eine Prepaid Kreditkarte hochgeprägt ist, ähnelt sie einer echten Kreditkarte. Im anderen Fall des bloßen Aufdruckens von Kartendaten zeigt sie möglicherweise dem Händler, dass es sich hierbei um eine bloße Guthabenkarte handelt.

Viele Inhaber sind daher der Meinung, dass es zu Nachteilen beim Einkaufen oder bei der Mietwagenfirma kommt, wenn eine Prepaid Kreditkarte nicht hochgeprägt ist. Das entspricht aus mehreren Gründen so nicht mehr ganz der Realität.

Nicht ohne Grund werden in den USA bereits seit 2008 keine Visa-Karten mit  Hochprägung ausgegeben. Der technische Fortschritt hat bei Kreditkarten wie be ianderen Bankkarten auch dazu geführt, dass alle erforderlichen Kartendaten auf einem Magnetstreifen und neuerdings sogar auf einem Sicherheits-Chip gespeichert sind. Außerdem verabschieden sich die bislang zum Datenauslesen verwendeten sogenannten Ritsch-Ratsch-Geräte aus mehr und mehr Geschäften.

Eine Prepaidkreditkarte ist immer leicht zu erhalten, da hier die Prüfung der Kreditwürdigkeit entfällt. So können diese Karten auch von jenen Personen beantragt werden, die beispielsweise aufgrund eines negativen Schufa-Eintrages keine der regulären Kreditkarten erhalten können.

Der Inhaber einer nicht hochgeprägten Prepaidkreditkarte muss nicht zwangsläufig zu jenen Kunden gehören, die aufgrund mangelnder Bonität keine reguläre Karte erhalten. Viele sicherheitsbewusste Verbraucher entscheiden sich bewusst für eine Guthabenkarte. Denn wenn sich ein Unbefugter Zugang zu den Kartendaten verschafft und Geld abhebt, kann der dies nur bis in Höhe des Guthabens tun. Das begrenzt bei einem eventuellen Kreditkartenbetrug den Schaden.

Außerdem sind Kreditkarten auf Guthabenbasis die optimale Kartenform für Schüler und Jugendliche, wenn sie mit der Gruppe ins Ausland reisen oder im Internet Einkäufe tätigen möchten. Sie brauchen im Ausland weder größere Mengen an Bargeld mit sich herumzutragen noch können sie sich in irgendeiner Weise verschulden. Alle Transaktionen sind in ihrer Höhe auf ein jeweiliges Guthaben beschränkt.

Wer nicht mit der Prepaid-Kreditkartenvariante leben kann, wo die Daten nur aufgedruckt sind, kann sich unter anderem bei Neteller die PrepaidMasterCard oder bei der Münchner Medius AG die schwarze Prepaid MasterCard besorgen. Für die Kreditkartenherausgeber hochgeprägter Prepaid-Kreditkarten ist dies letztlich ein gutes Geschäft, ohne dass Kunden besondere Vorteile dabei zu erwarten haben.

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