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Dynamische Kreditkarte: Amazon plant eine für alle

Der Kartenstapel aus mehreren Kreditkarten im Portemonnaie soll bald der Vergangenheit angehören, denn Amazon hat in den USA einen Antrag auf das Patent einer "dynamischen Kreditkarte" eingereicht - mit derselben Idee kommt ein anderes Start-up bereits ab Sommer 2014 auf den amerikanischen Markt.

Für jedes Konto eine Karte im Portemonnaie. Jeder kennt das, solch ein Kartenstapel macht die Brieftasche dick und prall. Doch Amazon will Abhilfe schaffen. Im September 2013 hat der weltgrößte Onlineversandhändler einen Antrag auf das Patent einer so genannten "dynamischen Kreditkarte" in den USA eingereicht. Künftig soll es damit möglich sein, eine persönliche Bezahlkarte für alle eigenen Konten selbst zu programmieren und ortsbasierte Services regional zu nutzen. Das Mitführen mehrerer Karten würde endgültig der Vergangenheit angehören.

Mit einer solchen "Chamäleonkarte" preschte jüngst das Start-up "Coin" aus den Startlöchern. "Coin" geht sogar noch einen Schritt weiter und möchte nicht nur Geldkarten, sondern auch Rabatt- und Geschenkkarten, auf einer einzigen persönlichen Bezahlkarte vereinen. Mitgliedskarten verschiedener Einrichtungen, die mit einem Magnetstreifen versehen sind, sollen sich ebenfalls aufschalten lassen. Ab Sommer 2014 plant "Coin" die Auslieferung der Alleskönnerkarte in den USA. Vorbestellungen werden über die Website bereits entgegengenommen, zusätzlich erhält jeder Anwender ein Kartenlesegerät von "Coin", das die Information aus den Magnetstreifen ausliest und überträgt.

Amazon hingegen plant sogar die Karte mit einem GPS-Chip für ortsbasierte Services auszustatten. Allerdings arbeiten beide Konzepte nur mit Magnetstreifen, die hierzulande eher ungebräuchlich sind. Europäische Chip- und Pin-Verfahren unterstützen sie bislang nicht. Finden die Konzepte allerdings ebenso in Europa bei zahlreichen Kartengeplagten Anklang, wird sich bestimmt auch dafür eine Lösung finden.

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