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Elterngeld für Väter beantragen

Die Familienpolitik der Bundesrepublik sieht eine Elternzeit für Mütter und Väter vor. Für letztere sind zwei Monate reserviert. Zu den Papamonaten gibt es 65 Prozent des Einkommens obendrauf. Elterngeld für Väter beantragen ist formal betrachtet ein bürokratischer Akt. Um es in maximaler Höhe beziehen zu können, sollte man sich rechtzeitig und umfassend vor der Antragstellung informieren. Dann lassen sich böse Überraschungen vermeiden.

    DoriMichi/Flickr

Zwei Termine - Elternzeit und Elterngeld beantragen

Elterngeld für Väter kann man nur beziehen, wenn man auch in Elternzeit geht. So ist es im Bundeselterngeldgesetz (BEEG) geregelt. Anspruchsberechtigte sind grundsätzlich alle Elternteile. Es ist unerheblich, ob sie einer Beschäftigung nachgehen oder nicht. Anspruchsberechtigt sind demnach auch Erwerbslose, Auszubildende, Studierende und ausländische Bürger aus EU-Staaten und der Schweiz. Voraussetzung ist ein Arbeitsplatz in Deutschland.

Möchte man nicht nur Elterngeld für Väter beantragen, sondern auch im erwünschten Umfang erhalten, sind einige Formalien zu beachten. Sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit muss man beim Arbeitgeber vorstellig werden und seine spezielle Auszeit anmelden. Das betrifft ebenso die zwei Partnermonate. Die Anmeldefrist beträgt auch hier sieben Wochen vor der Elternzeitnahme. Für Väter bedeutet das Antragstellung spätestens sieben Wochen vor dem erreichneten Geburtstermin. Da Frauen einen achtwöchigen Mutterschutz genießen, können sie den antrag in der ersten Woche nach der Geburt stellen.

Sind beide Elternteile erwerbstätig, steht die Entscheidung frei, wer von beiden in Elternzeit geht. Aufgrund der Möglichkeit der Partnermonate könnten sie auch zur gleichen Zeit Elternzeit in Anspruch nehmen. In der Elternzeit ist die wöchentliche Arbeitszeit auf maximal 30 Stunden begrenzt. Elterngeld ersetzt 65 Prozent des wegfallenden monatlichen Erwerbseinkommens, bei gering Verdienenden sind es bis zu 67 Prozent. Die Auszahlsumme kann maximal 1.800 Euro betragen.

Die Beantragung von Elternzeit und Elterngeld fällt terminlich nicht zusammen. Das Elterngeld kann erst nach der Geburt beantragt werden. Ist der Nachwuchs auf der Welt stellt man innerhalb von drei Monaten einen Antrag bei der Elterngeldstelle. Das Geld erhalten Anspruchsberechitgte auch rückwirkend gezahlt.

Elterngeld erhalten sowohl Arbeitnehmer als auch Selbstständige. Arbeitnehmer legen bei der Beantragung die Original-Geburtsurkunde und Lohnabrechnungen der letzten zwölf Monate vor. Selbstständige erhalten einen Einkommensersatz auf der Grundlage des letzten Steuerbescheides.

Elternzeit nur ein Thema für angestellte Arbeitnehmer

Anspruchsberechtigt für Elternzeit ist, wer einen Wohnsitz in Deutschland besitzt und nach der Geburt die Kindesbetreuung selbst vornimmt, höchstens 30 Stunden erwerbstätig ist. Wenn der jeweilige Partner in einem Haushalt mit den Kindern lebt, kann man Elterngeld für Väter beantragen. Übrigens beschäftigt das Thema Elternzeit nur angestellte Arbeitnehmer. Denn nur ihnen räumt der Gesetzgeber das Recht ein, das Arbeitsverhältnis nach einer Geburt für eine gewisse Zeit ruhen zu lassen.

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