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Elterngeld für Väter nachträglich beantragen

Wenn sich die Eltern die Betreuung ihres Nachwuchses nach der Geburt teilen, erhalten sie gemeinsam für insgesamt 14 Monate Elterngeld. Da im Leben nicht alles nach Plan verläuft und Väter sich mitunter erst etwas später mit ihrer neue Rolle anfreunden können, kann es passieren, dass man Elterngeld für Väter nachträglich beantragen muss. Grundsätzlich ist das möglich. Da der Gesetzgeber die Antragstellung und Zahlung an bestimmte Fristen geknüpft hat, sollte man diese einhalten.

    mueritz/Flickr

Nach der Geburt einen Antrag stellen

Ist der Nachwuchs auf der Welt darf man Elterngeld beantragen. Beide Eltern müssen einen Antrag stellen. Elterngeld wird im günstigsten Fall für 14 Monate gezahlt. Beanspruchen Mütter die für einen Elternteil zulässige Höchstdauer von 12 Monaten, erhalten Väter 2 Monate. Eine andere Aufteilung, beispielsweise jeweils 7 Monate ist gleichfalls möglich. Im Antrag muss das entsprechend angegeben werden.

Die Zahlung erfolgt auf Antragstellung ab Antragsdatum, allerdings rückwirkend nur für höchstens drei Monate. Wird ein Kind am 20. Januar 2014 geboren und ein Elternteil möchte für die sieben Monate Elterngeld beantragen, muss der Antrag bei der Elterngeldstelle der Kommune bis spätestens 20. April 2014 eingegangen sein. Der andere Partner, der die sieben Monate ab 20. August 2014 danach Geld erhalten möchte, muss den Antrag bis zum 20. November 2014 stellen.

Auch wenn gleich nachdem der Nachwuchs da ist, ein Antrag von beiden Elternteilen gestellt wird, muss der nicht das Nonplusultra sein. Je nachdem wie sich in der Lebensplanungetwas ändert, lassen sich Änderungen vornehmen. Die Anpassung des Antrags können Mutter und Vater zumindest einmalig ohne Angabe von Gründen vornehmen. Die Änderungen werden dann für nachfolgende Elterngeldzahlungen wirksam. Natürlich kann man Elterngeld für Väter nachträglich beantragen.

Eine Besonderheit spielt das Mutterschaftsgeld. Wenn die Mutter bereits Geld bekommt, erhält sie in dieser Zeit nicht noch Elterngeld. Der Vater kann es während der Mutterschaftszeit natürlich erhalten.

Zu beachten gilt, dass Elterngeld und Elternzeit zwei unterschiedliche Ansprüche sind, die durch jeweilige Antragstellung unabhängig voneinander geltend gemacht werdenmüssen.

Bei Zwillingsgeburt zwei Mal Elterngeld

Sollte der Nachwuchs die Welt als Zwillinge betreten, gibt es das Elterngeld auch zweifach. Wenn bisher nur ein Elterngeldanspruch wahrgenommen wurde, kann man Elterngeld für Väter nachträglich beantragen. Es gibt mindestens 300 Euro, maximal 1.800 Euro. Zwei Kinder bedeuten zweimal Elterngeld für jeweils bis zu 14 Monate. Zum einkommensabhängigen Elterngeld gibt es bei Mehrlingsgeburten zusätzlich Mehrlingszuschläge von je 300 Euro.

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