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GEZ-Skandal: Fernsehen verboten, Pächter von Berghütte soll trotzdem zahlen

GEZ-Gebühren trotz Fernsehverbot und kein Gerät? Wer öffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio konsumieren möchte, der muss Gebühren an die GEZ zahlen, das ist seit Jahren so, aber nun soll ein Pächter einer Berghütte eine dicke Summe an Gebühren nachzahlen, obwohl dort TV und Radio strengstens verboten sind. Über Sinn und Unsinn der Zahlungen für das Fernsehprogramm kann man ja ruhig geteilter Meinung sein, aber dies ist wirklich unverschämt.

Peter Weihrer heißt der Pächter der Berghütte Rotwandhaus im Spitzingseegebiet. Und dem will man nun ans Portemonnaie. Immerhin 5500 Euro verlangt die GEZ auf einen Schlag. Dabei besagen die Statuten des Alpenvereins ganz klar: Fernsehen und Radio ist den Gästen nicht gestattet. Es wird dort als Ruhestörung eingestuft.

Das wird deswegen so geregelt, weil die Gäste die Ruhe und das Alpenpanorama genießen sollen. Musik aus dem Radio oder Fernsehsendungen würden dies nur stören. Allerdings ist der GEZ dies ziemlich egal. Die Fahnder fanden heraus, dass 43 Gäste in der Berghütte wohnen können. Also stuften sie das Haus als "Hotel" ein.

Das Absurde an der ganzen Sache ist außerdem, dass es gar nicht als Hotel gelten kann. Denn der Alpenverein bietet die Berghütte nur als Schutzhaus für Wanderer und Bergsteiger an. Als Gästezimmer kann man die Unterkunft nicht bezeichnen, es sind eher einfachste Betten- und Matratzenlager. Und vor allem gibt es keinen Strom in der Berghütte.

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