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HARIBO-Chef Hans Riegel ist tot

Die Goldbären trauern um ihren väterlichen Freund und Hüter: Hans Riegel, Sohn des Gründers und Chef der Süßwarenfirma HARIBO, ist im Alter von 90 Jahren in Bonn verstorben, das Bonner Unternehmen hat dies dem ZDF bestätigt. Bis zuletzt arbeitete Riegel in seinem Büro, das er täglich aufsuchte. Er machte HARIBO zu einem Milliardenkonzern. Nach der Entfernung eines gutartigen Tumors erlag er einem Herzversagen.

Sein Vater, der ebenfalls Hans Riegel hieß, gründete die Firma im Jahr 1920. Der Firmenname HARIBO setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben von Hans Riegel Bonn. Der Vater des Verstorbenen hat die sogenannten Tanzbären, die Vorgänger der Goldbären, erfunden. Es heißt, selbst der Kaiser habe diese Leckerei in seinem holländischen Exil genossen. Sohn Hans wurde im Jahr 1923 geboren. Nach dem Tod des Vaters 1945 baute er zusammen mit seinem 2009 verstorbenen Paul die Firma nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf.

Hans Riegel Jr. studierte Wirtschaftswissenchaften in Bonn und war bei HARIBO für Marketing und Versand zuständig. Bruder Paul kümmerte sich um die Produktion. Schon 1950 waren 1000 Mitarbeiter bei der Bonner Firma beschäftigt. Heute sind es 6000 Angestellte, davon arbeiten 3000 in Deutschland. HARIBO hat Werke in 15 europäischen Ländern.

Laut Branchenangaben erwirtschaftet die Firma einen Umsatz von zwei Milliarden Euro jährlich. Da Hans Riegel kinderlos blieb, hat er die Übergabe des Unternehmens an zwei seiner Neffen längst geregelt. Eine Privatstiftung in Österreich, die nun Riegels halben Anteil an der Firma übernimmt, sorgt dafür, dass HARIBO ein Familienunternehmen bleibt. Hans Riegel hatte auch die österreichische Staatsbürgerschaft, weil er einige Zeit des Jahres in der Nähe von Linz lebte. Er ist außerdem Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse.

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