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Inflation: Definition kurz und knapp

Nach vielen Reden über den Zinssatz und den Leitzins, die Auswirkung dieser Zinsfestsetzungen und die Folgen, die damit abgewandt werden oder erzielt werden sollen, weiß man viel über Inflation. Die Definition ist kurz gesagt: Der Wertverlust des Geldes und damit ein Anstieg der Preise. Die etwas kompliziertere Erklärung bezieht sich auf den schleichenden Wertverlust.

    dierk Schaefer / Flickr

Inflation

Zur Inflation muss eine Definition zwar kurz und knapp viel zusammen fassen, das Prinzip ist aber eigentlich relativ einfach.

Ganz grob gesagt bezeichnet Inflation den "Wertverlust" des Geldes. Also wie viel weniger 1€ beispielsweise heute wert ist, als er gestern wert war. Bei vielen Produkten kann man Preisänderungen beobachten.

Insbesondere technische Geräte werden schnell sehr günstig, wenn sie einmal enwickelt sind. Wie einige aber bemerkt haben, hat sich der Preis für graphische Taschenrechner beispielsweise seit Jahren nicht geändert.

Der Preis für viele Grundnahrungsmittel schwank vor allem durch Spekulationen am Aktienmarkt und gestiegene oder gesunkene Nachfrage und natürlich die Einschränkung des Angebots durch Regen- oder Dürreperioden.

Wenn ein Apfel gestern 1€ gekostet hat, und heute 2€ sind alle meine Euros nur noch halb so viel wert wie gestern - zumindest, wenn ich sie nur für Äpfel ausgebe. Weil ich aber auch Geld für Birnen ausgeben könnte, kann sich das Gesamtergebnis ausgleichen, wenn Birnen gleichzeitig nur noch 1€ kosten, und gestern 2€ kosteten.

Weitere Komplikationen entstehen, weil Produkte unterschiedlich häufig gekauft werden und damit unterscheidlich großen Einfluss auf den "Wert" des Geldes haben. Andersrum beeinflusst aber gerade die Nachfrage nach etwas wiederum den "Wert" und so weiter. Deswegen kann man die Inflation nicht immer leicht "erkennen".

Zinsen und Inflation

Die Inflation ist durch diese Definition kurz beschrieben, es gibt aber noch viele Zusammehänge drumherum. Eine weitere Größe, die mit der Inflation zusammenhängt, ist der Leitzinz. Die europäische Zentralbank legt diesen Zinssatz fest und bestimmt damit, wie teuer es ist, sich Geld zu leihen, wie viele Zinsen also gezahlt werden müssen.

Wenn dieser Zins niedrig ist, dann bedeutet das einerseits, dass man sehr günstig Häuser bauen kann, weil Kredite günstig sind, aber andererseits, dass das Geld wenig bringt, wenn es auf dem Konto liegt.

Deswegen spricht man oft davon, dass die Inflation das Geld auffrisst: Das Geld auf dem Konto ist nicht weniger geworden, aber wenn man dafür weniger Zinsen pro Jahr bekommt (z.B. 0,5%) als die Inflation an Wert "wegnimmt" (z.B. 3%), kann man sich nach einem Jahr weniger für das Geld kaufen.

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