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Insolvenz? Strauss Innovation steht vor der Pleite

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Die deutsche Wirtschaft muss eine weitere Hiobsbotschaft verarbeiten, denn Strauss Innovation muss wohl Insolvenz anmelden: Vor dem Düsseldorfer Insolvenzgericht stellte das Traditionsunternehmen nun einen Antrag auf ein sogenanntes Schutzschirmverfahren. Experten wissen, dass damit die Firma praktisch zahlungsunfähig ist.

Drei Monate hat die Führung des Unternehmens nun Zeit, einen Insolvenzplan zur Sanierung aufzustellen. Die britische Konzernchefin Paula Minowa bleibt zwar in dieser Zeit in ihrem Amt. Aber ein Insolvanzverwalter kontrolliert die Arbeit des gesamten Unternehmens. Immerhin hängen 1400 Arbeitsplätze und damit 1400 Schicksale davon ab.

Die Schuld an der drohenden Insolvenz soll das Wetter sein. Was sich skurril anhört, kann von der Unternehmensführung erklärt werden. Ein gutes Frühjahrsgeschäft in 2013 wurde vom langen und kalten Winter verhindert. Dafür hat der eher warme Winter derzeit das Weihnachtsgeschäft ruiniert. Und da Strauss Innovation sein Sortiment immer stark an die Jahreszeit anpasst, war dies Gift für die Bilanz.

Das Januargehalt konnte die Firma schon nicht mehr an ihre Mitarbeiter zahlen. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt ab sofort die Löhne in Form von Insolvenzgeld. In den Hauptsitzen von Strauss Innovation in Solingen und Lngenfeld wurden die Mitarbeiter über die nächsten Schritte bereit informiert. Allerdings muss das Düsseldorfer Insolvenzgericht dem Antrag erst noch zustimmen.

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