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Kartoffelpreise steigen rasant - die Ernte 2013 fällt mau aus

Die Kartoffelpreise liegen in diesem Jahr wesentlich höher als im Vorjahr: Wegen des schlechten Wetters fällt die Ernte der Erdäpfel so schlecht aus, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Für Kartoffeln und anderes Gemüse werden die Verbraucher bald tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) erwartet für 2013 eine wesentlich geringere Kartoffelernte als in den vergangenen Jahren. Das führt zu Preissteigerungen - schon derzeit liegen die Kosten für 100 Kilogramm der Knollen bei fast 30 Euro - und damit mehr als zehn Euro über dem Kartoffelpreis des Vorjahres.

Darüber hinaus sei es fraglich, ob die erhofften 11,2 Millionen Tonnen Kartoffeln überhaupt geerntet werden können. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft teilte mit, dass die Bauern erwarten, lediglich neun Millionen Tonnen ernten zu können. Grund für die schlechte Ernte 2013 seien die Wetterbedingungen.

Die geringen Erträge treiben die Preise nach oben: So erzielten die Landwirte Mitte September des Vorjahres noch gut 13 Euro pro 100 Kilo für festkochende Kartoffelsorten, 2013 sind es fast 30 Euro. Für den Verbraucher bedeutet das, dass er draufzahlt - im Schnitt liegt der Preis bei 1,88 Euro für den 2,5-Kilo-Beutel.

Schlechte Ernteaussichten gibt es aber nicht nur bei Kartoffeln, sondern auch bei anderen Gemüsesorten. Die Ursachen liegen besonders in dem sehr langen Winter, dem nassen Frühling und dem darauf folgenden, teils extrem heißen Sommer. Schon seit Juli kosten viele Lebensmittel mehr - die Preise sind mit 5,7 Prozent so stark gestiegen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Laut DBV dürfte dieses Preisniveau anhalten.

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