Excite

Keine Fingerabdrücke: Polizei hat Probleme mit neuen Euro-Scheinen

  • Getty Images

Unerwartet große Probleme hat die Polizei mit dem neuen Zehner sowie dem neuen Fünfer, denn auf den neuen Euro-Scheinen lassen sich keine Fingerabdrücke feststellen. Die lackierten Oberflächen der Banknoten machen es unmöglich, eindeutige Abdrücke von Fingern mit herkömmlichen Methoden sichtbar zu machen. Das berichtet jetzt das Nachrichtenmagazin "FOCUS", das sich dabei auf die Deutsche Bundesbank und mehrere Landeskriminalämter beruft.

Bei der Bundesbank ist diese Meldung keine Überraschung. "Der Sachverhalt ist bekannt", meinte ein Sprecher. Schon kurz nach der Einführung des neuen Fünf-Euro-Scheins hätten sich viele Polizeibehörden gemeldet und über diese Probleme berichtet. Es liegt an einem speziellen Lack, der die Scheine eigentlich haltbarer machen soll. Allerdings verhindert dieser Überzug auch, dass Fingerabdrücke auf den Banknoten bleiben.

Für die Polizei ist die Sicherstellung von Fingerabdrücken auf Geldscheinen sehr wichtig bei Ermittlungen gegen Banknotenfälschern oder bei Drogendelikten. Deswegen werde jetzt an einem neuen Verfahren gearbeitet, mit denen die Abdrücke auch auf den neuen Fünf- und Zehn-Euro-Scheinen sichtbar gemacht werden. Das Bundeskriminalamt ist bei diesem Projekt federführend, könne aber laut "FOCUS" aus kriminaltechnischen Gründen nichts dazu sagen.

Die Polizei steht dabei unter Zeitdruck, denn bald kommen die neuen Zwanziger und Fünfziger heraus. Dann wird das Problem noch gravierender. Denn diese Scheine werden bei Kriminalstraftaten am häufigsten benutzt. Wenn dann immer noch kein Verfahren entwickelt wurde, um Fingerabdrücke auf den neuen Euro-Scheinen sichtbar zu machen, könnten viele Straftäter leicht entkommen.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017