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Krankenkassen dürfen ab 2015 Beiträge senken

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Ab dem nächsten Jahr können Krankenkassen vom gesetzlich festgelegten Einheitsbetrag von 15,5 Prozent abrücken und bis auf 14,6 Prozent senken - allerdings auch erhöhen. Zum ersten Mal seit 2009 ist das möglich. Damit können Arbeitnehmer eine Menge Geld sparen. Sie müssen nur schauen, ob ihre Kasse die Beiträge beibehält, senkt oder erhöht.

Die Zeitschrift "Finanztest" hat mal den Test gemacht und alle 92 offenen Krankenkassen angeschrieben und danach gefragt, wie sich die Beiträge entwickeln werden. Immerhin 59 davon gaben dann auch Auskunft. Alle davon gaben an, dass sie ihre Beiträge senken werden und somit der Versicherte im nächsten Jahr Geld sparen kann.

Wer zum Beispiel ein Bruttogehalt von 2000 Euro verdient, der kann 216 Euro an Beiträgen im Jahr sparen. Gutverdiener mit über 4000 Euro brutto sogar bis zu 450 Euro jährlich. Da lohnt sich ein Wechsel dann schon mal. Allerdings haben große, überregionale Krankenkassen wie die Techniker Krankenkasse angekündigt, die Beiträge nicht oder nur minimal zu senken.

So einfach funktioniert der Wechsel

Die mögliche Beitragssenkung ist nun eine Chance für kleinere Krankenkassen, Kunden zu gewinnen. Wer wechseln und Beiträge sparen möchte, kann dies tun, muss dafür aber mindestens schon 18 Monate in seiner alten Krankenkasse sein oder die Kasse muss ab 2015 einen Zusatzbeitrag nehmen. Wenn die Kündigungsbestätigung der alten Kasse da ist, muss diese dann zusammen mit dem Mitgliedsantrag bei der neuen eingereicht werden. Außerdem muss der Arbeitnehmer informiert werden. Es hat übrigens noch keine Kasse angekündigt, die Beiträge zu erhöhen. Sollte dies eine dennoch tun, muss sie ihre Mitglieder darüber informieren.

Diese Kassen senken die Beiträge am stärksten

  • BKK Euregio: 14,6 Prozent (nur für Versicherte in Hamburg und NRW)
  • Metzinger BKK: 14,6 Prozent (nur für Versicherte in Baden-Württemberg)
  • BKK MEM: 14,9 Prozent (nur für Versicherte in Thüringen)
  • AOK Plus: 14,9 Prozent (nur für Versicherte in Sachsen und Thüringen)
  • AOK Sachsen-Anhalt: 14,9 Prozent (nur für Versicherte in Sachsen-Anhalt)

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