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Kuriose Gerichtsurteile aus Deutschland

Amerika ist bekanntermaßen eine wahre Fundgrube für kuriose Gerichtsurteile und eine Rechtssprechung, die uns hier teilweise einfach nur absurd erscheint. Das liegt nicht nur an einem anderen Rechtssystem sondern auch einer anderen Wertegrundlage.

Aber auch in Deutschland gibt es öfter mal abstruse Fälle, von denen man eher annehmen würde, dass sie die Einleitung zu einem Witz darstellen.

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Witzige Fälle

Zum Beispiel: Ein Mann kommt vom Schichtdienst nach Hause und findet seine Frau und ihren Liebhaber im Bett vor. Er verprügelt den anderen Mann und findet sich einige Zeit später mit einer Klage konfrontiert: Der Liebhaber erstattete Anzeige wegen Körperverletzung. Wichtig für jeden in ähnlicher Situation: Das Verfahren gegen den Ehemann wurde eingestellt, weil der Geprügelte an seinem Schicksal nun doch zu großen Anteil hatte.

Ein anderer beliebter Witz: Schlafende Beamte. Schlafen Beamte (oder andere Arbeitnehmer) bei der Arbeit ein und verletzen sich dabei, gibt es ebenfalls kuriose Gerichtsurteile: Der Eingeschlafene wird vermutlich aufgrund von Überarbeitung vom Schlaf übermannt worden sein und dementsprechend ist die Verletzung als Arbeitsunfall zu werten.

Das deutsche Recht ist zwar nicht so frei wie das amerikanische, aber es lässt seinen Richtern eben doch einige Freiheit. Und viele Richter nehmen sich diese Freiheit gerne, um ihren eigentlich so stark geregelten Tagesablauf etwas aufzulockern.

So hat beispielsweise mal ein Richter ein Urteil als Gedicht geschrieben - weil auch Gegenstand der Verhandlung ein Rechtsdokument war, das als solches verfasst wurde.

Ganz anders kommt witziges zu Stande, wenn sich Richter allzu penibel ans Gesetz halten und auch noch die letzte Situation "nach Vorschrift" abhandeln: Wenn Angeklagte behaupten, Satan habe ihnen befohlen, jemanden zu erstechen, dann werden sie entsprechend genau nach diesem "Satan" befragt: Wie sah er denn aus? Wie hat er mit Ihnen Kontakt aufgenommen? Wissen Sie, was er beruflich tut?

Rechtskuriositäten weltweit

Die absurdesten Entscheidungen und wirklich kuriose Gerichtsurteile findet man allerdings immer wieder vor allem in den USA. Hier gilt das sogenannte "case-law", eine Entscheidung wird also nicht nur aufgrund von Gesetzen getroffen sondern basierend auf vorangegangenen Entscheidungen. Außerdem entscheidet oft eine Jury anhand von Sympathie über das Schicksal von Angeklagten, sodass nicht so sehr entscheidet, unter welchen Umständen ein Mörder gehandelt hat, sondern, welches Leben das Opfer geführt hat.

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