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Mastercard legt Wechselkurs selbstständig fest

Kreditkarten sind praktisch, da mit ihnen weltweit bargeldlos bezahlt werden kann. Die Bequemlichkeit gibt es nicht umsonst. Die Spesen sind je nach Kreditkarte unterschiedlich hoch. Die Technik des Rechnens mit Devisenkursen ist bei Zahlungen außerhalb der Euro-Mitgliedsstaaten völlig undurchschaubar. Bei Zahlungen im Ausland rechnet beispielsweise Mastercard einen eigenen Wechselkurs ab. Diese Verfahrensweise ist bei allen Banken seit 1999 anzutreffen.

Wechselkurse entsprechen nicht dem gehandelten Devisenkurs

Seit 1999 richten sich Banken und Kreditkartenfirmen nicht mehr an eine einheitliche Kursbildung. Sie bilden die Wechselkurse selbstständig. Für Kreditkartenkunden ist beispielsweise der Mastercard Wechselkurs ohne extra Hilfe nicht nachvollziehbar. Der Kurs findet sich nicht auf jeder Abrechnung. Die Umrechnung der Kurse erfolgt nicht am Tag der Transaktion, sondern erst wenn der Umsatz vom Vertragshändler dem Kreditkartenunternehmen zur Verrechnung zugestellt wird.

Mastercard nutzt gemeinsam mit Visa das Abrechnungssystem des Dienstleisters First Data. Auf deren Webseite (www.firstdata.de) gibt es ein kleines Rechentool, mit dem sich der Wechselkurs rückwirkend für die letzten sechs Monate ermitteln und mit der Abrechnung vergleichen lässt. Der Kunde kann nur überprüfen, ob der Wechelkurs auf einer Abrechnung richtig angewendet wurde. Einen Einfluss auf die Festlegung der Wechselkurse hat er nicht.

Bei der Abrechnung von Umsätzen im Ausland nimmt Mastercard Umrechnungen von Euro in Fremdwährungen und umgekehrt vor. Die Basis derartiger Umrechnungen bilden beispielsweise die von Euro-FX festgestellten Kurse des jeweiligen Handelstages zum Zeitpunkt der Buchung. Der Euro-FX findet sich im Internet (www.eurofx.de).

Liegt ein bestimmter Wechselkurs nicht vor, erfolgt das Umrechnen zu einem anderen am Markt befindlichen Kurs. In keinem Fall entspricht der Wechselkurs dem geahndelten Devisenkurs. Bei Zahlungsvorgängen in fremder Währung belastet immer die jeweilige internationale Kartenorganisation (Mastercard, Visa, American Express) eine Bank mit einem Euro-Betrag. Der Karteninhaber muss seiner Bank diese Summe erstatten.

Ohne Beachtung von Wechselkursen geht Einkauf in der Euro-Zone

Beim Einkauf mit einer Kreditkarte von Mastercard ist der Wechselkurs in den Euro-Mitgliedsländern ohne Belang. Eine Zahlung von etwaigen Spesen hat nichts mit Umtauschkursen zu tun. Im Nicht-Euro-Raum fallen bis zu zwei Prozent Spesen an. Vor allem wer in Nicht-Euro-Ländern Bargeld am Automaten abhebt, muss verschiedentlich mit speziellen Gebühren und sofortigen Zinsberechnungen rechnen.

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