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Privat Versicherte - Die Kosten im Griff haben

Es ist kein Geheimnis, dass die Gesundheitsleistungen immer teurer werden. Da Privat Versicherte die Kosten ihrer Krankenversicherung ohne steuerfinanzierte Subventionen tragen müssen, sind sie von regelmäßigen Beitragserhöhungen betroffen.

Zudem steigen die Gesundheitskosten in der Privaten im Vergleich zu den gesetzlichen Kassen schneller. Wie können Privat Versicherte finanzielle Belastungen bei der Gesundheitsvorsorge einigermaßen im Griff haben?

    Community Eye Health/Flickr

Tarifwechsel, Leistungsverzicht und Selbstbehalt als Alternative

Es gibt einige Möglichkeiten für Privat Versicherte, Kosten ihrer Gesundheitsversorgung zu senken. Jeder Versicherte darf im Falle einer Beitragserhöhung von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Das lohnt sich für langjährig Versicherte oftmals nicht. Erst für ab 2009 geschlossene Verträge gilt, dass die Altersrückstellung mitgenommen werden kann. Allerdings gilt die Einschränkung: Mitnahme lediglich in Höhe des Basistarifs.

Der Tarifwechsel beim Versicherer ist eine weitere Möglichkeit. Das Gesetz erlaubt ausdrücklich den Wechsel des Tarifes. Dazu bedarf es keiner Beitragserhöhung, denn der Tarifwechsel ist innerhalb des Versicherungsjahres möglich. Hierbei bleibt die Rückstellung erhalten. Eine erneute Gesundheitsprüfung entfällt, wenn der neue Tarif ohne extra Leistungen auskommt. Versicherte können einen einen Leistungsverzicht gesondert vereinbaren. In jedem Fall sollten sie immer wieder nach anderen Tarifen nachfragen.

Grundsätzlich ist der Verzicht auf bestimmte Leistungen sinnvoll, um auf eine Beitragserhöhung zu reagieren. Am einfachsten lässt sich das bei einer Luxus-Tarifvariante machen. Wenn Versicherte nicht mehr arbeiten, benötigen sie kein Krankentagegeld. Statt Einzelzimmer im Krankenhaus kann man auf ein Mehrbettzimmer ausweichen.

Eine häufige praktizierte Strategie, um Beitragserhöhungen der Privaten teilweise zu entgehen, ist die Wahl eines Tarifs mit Selbstbehalt. Das Grundprinzip lautet: Wer einen Teil der anfallenden Kosten selbst übernimmt, braucht im Gegenzug einen geringeren monatlichen Beitrag zu entrichten. Auch wenn für Privat Versicherte die Kosten bei einem solchen Modell geringer ausfallen, sollten sie genau kalkulieren.

Kosten mit Tarifen mit Selbstbehalt abfedern

Mit Tarifen mit Selbstbehalt können Privat Versicherte die Kosten für ihre Krankenversicherung aufgrund regelmäßiger Beitragssteigerungen abfedern. Wer den Eigenanteil zu hoch ansetzt, geht ein gewisses Risiko im Falle regelmäßiger Erkrankungen ein. Dazu kommt, dass trotz Eigenanteil weitere Eigenleistungen des Versicherten vorgesehen sind.

Selbstständige können reguläre Krankenversicherungsbeiträge in der Steuererklärung geltend machen. Bei Selbstbehalten ist das nicht generell möglich. Eine Tarifgestaltung mit Augenmaß ist angeraten.

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