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Privatnutzung von Dienstwagen: Steuererklärung richtig ausfüllen

Privatnutzung von Dienstwagen gehört zu den Dingen, von denen viele Selbständige Gebrauch machen. Die entsprechenden Fahrten kann man recht unterschiedlich versteuern. Dabei gilt, dass diejenigen, die ihren Dienstwagen privat nutzen, sowohl bei der Einkommenssteuer als auch bei der Unsatzsteuer mehrere Dinge beachten müssen.

Wenn das Auto in mehr als 50 Prozent der Fälle zu dienstlichen Zwecken genutzt wird, können Gewerbetreibende, Freiberufler, Personengesellschaftler und Landwirte alle für das Fahrzeug anfallenden Kosten als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen.

In diesen Fällen erstattet das Finanzamt die gezahlte Vorteuer in vollem Umfang. Zugleich wird der Gewinnzuschlag auf der Grundlage des Fahrzeug-Neupreises berechnet. Der Betrag, der dabei als Grundlage genutzt wird, gilt auch für die Umsatzsteuer.

Da das Finanzamt in diesem Fall pauschal abrechnet, spielen die tatsächlichen Kosten für das Fahrzeug keine Rolle. Dem Gewinn rechnet man dabei einen Prozent Listenpreis hinzu. Den berechneten Wert kann man auf ähnliche Weise auch bei der Umsatzsteuer erfassen.

Wer die Aufwendungen für die Kfz-Steuer und Versicherungen steuerlich geltend machen will, muss eine Sonderregelung beachten, die besagt, dass Selbständige bei Privatnutzung von Dienstwagen 20 Prozent von der Summe, die für die Einkommenssteuer berechnet wurde, abziehen dürfen.

Die erwähnte Listenpreis-Regelung und der 20-prozentige Abschlag werden im Steuerrecht als sogenannte Vereinfachungsregelungen bezeichnet. Wer als Selbständiger von diesen Sonderregelungen gebrauch machen will, muss er sie vollständig befolgen.

Wer als Gewerbetreibender oder Freiberufler die Pauschal-Regelung in Anspruch nimmt und dabei ohne Vorsteuer 30 Prozent Kosten hat, hat nicht das Recht, diese Steuer mindernd geltend zu machen. In einem kürzlich gefälltem Urteil stellte der Bundesfinanzhof fest, dass man steuerliche Angebote, die der Arbeitsersparnis dienen, nur in ihrer Gesamtheit nutzen kann.

Als Selbständiger hat man die Möglichkeit, die Gewinn- und Kostenermittlung für die Umsatzsteuer entweder über den Listenpreis oder nach einem eigens angelegten Fahrtenbuch durchzuführen. Ein genaues Beachten der Steuerregelungen bei Privatnutzung von Dienstwagen ist auf jeden Fall notwendig.

Quelle: handelsblatt.com
Bild: tonylanciabeta (Flickr)

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