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Rechtsschutzversicherung in Deutschland - damit kommen Sie zu Ihrem Recht

Rechtsschutzversicherungen gehören nicht zu den Pflichtversicherungen. Dennoch verfügen viele Deutsche über einen Rechtsschutz in einer seiner zahlreichen Varianten. Erfreut über Rechtsschutzversicherte sind in jedem Fall Rechtsanwälte, denn das bringt Mandanten. Für den Normalbürger ist eine Rechtsschutzversicherung in Deutschland eher Luxus, denn selten sind Rechtsstreitigkeiten existenzbedrohend. Zudem sind viele Leistungen mit Mitgliedschaften im Mieterverein, der Gewerkschaft oder dem Autoschutzbrief ebenso gut abgesichert.

Tipps für die Vertragsgestaltung

Bei Abschluss einer Rechtsschutzversicherung in Deutschland müssen Versicherte in der Regel eine mehrere Monate dauernde Wartezeit (drei bis sechs Monate) überstehen, um von der Versicherung in einem Rechtsschutzfall Leistungen beanspruchen zu können. Versicherte können diese Wartezeit nur dann umgehen, wenn Sie ohne zeitliche Unterbrechung von einem zum nächsten Versicherer wechseln.

Bis auf wenige Ausnahmen (spezielle Tarife) können Versicherte in einem Rechtsschutzfall den Rechtsanwalt frei wählen. Die Rechtsschutzversicherung trägt die Kosten für den Anwalt unter Berücksichtigung der Gebührenordnung für Rechtsanwälte. Versicherte können mit dem Anwalt ein Honorar frei vereinbaren. Die Erstattung durch den Versicherer erfolgt nur bis zu einer Höhe, die durch die gesetzlichen Vorschriften gedeckt sind.

Versicherte sollten ihren Rechtsschutz den sich ändernden Gegebenheiten anpassen. Sie zahlen unnötig für Rechtsschutz, den sie in keinster Weise benötigen. Der Arbeitsrechtsschutz ist für arbeitslos gewordene Versicherte, für Rentner oder Hausfrauen sinnlos. Wer kein Fahrzeug besitzt, braucht weder Verkehrsrechtsschutz noch Führerscheinrechtsschutz. Ein Versicherungspaket sollte immer die Möglichkeiten bieten, den optimalen Rechtsschutz individuell zu gestalten.

Bei der Deckungszusage zeigt sich oftmals der wahre Nutzen jahrelanger Beitragszahlung für eine Rechtsschutzversicherung. Bevor Versicherte konkrete Maßnahmen bei Streitigkeiten einleiten, müssen sie vom Versicherer die Zusage für die Kostenübernahme einholen. Das kann auch direkt vom Anwalt erledigt werden. In der Regel wird er das kostenlos anbieten. Das hat außerdem den Vorteil, dass ein Rechtsanwalt den juristischen Sachverhalt ausreichend schildern kann und eher mit der Deckungszusage zu rechnen ist. Weigert sich der Versicherer, darf wie bei einer Beitragserhöhung auch, sofort außerordentlich gekündigt werden.

Kleingedrucktes entscheidet über effektiven Rechtsschutz

Das Kleingedruckte ist auch bei einer Rechtsschutzversicherung in Deutschland wichtig. Enthalten die vertraglichen Bedingungen den Punkt, keine Einrede der Vorvertraglichkeit, kann der Versicherte davon ausgehen, einen effektiven Rechtsschutz zu besitzen. Für einige Bereiche bieten viele Rechtsschutzversicherer gar keinen Rechtsschutz an. So sind beispielsweise Baustreitigkeiten ausgeschlossen. Auch beim Versichern von Familien- und Erbrecht halten sich die Versicherer zurück. Im besten Fall wird eine erste rechtliche Beratung übernommen.

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