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Rekorde für den Aktienmarkt

In der letzten Woche hat die Fed, die US-Notenbank beziehungsweise "Federal Reserve" bekannt gegeben, dass sie bis auf Weiteres daran festhält, monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar zu kaufen. Diese Praxis soll mindestens noch in diesem Monat, aber vermutlich bis zum Ende des Jahres beibehalten werden. Damit steht fest, dass entgegen der Erwartung der meisten Händler überraschenderweise weiterhin recht viel günstiges Geld in den Markt geschossen wird. Weil die Entscheidung so eine Überraschung darstellte, reagierte der Aktienmarkt relativ stark darauf: Der Preis vieler Rohstoffe ging um einige ganze Prozentpunkte in die Höhe, andererseits sank der Wert des Dollars im Vergleich zum Euro, sodass dieser zwischenzeitlich einen Wert von 1,3568 Dollar erreichte und damit so viel wert war, wie seit sieben Monaten nicht mehr.

Die großen Indizes erlebten aufgrund der aufgebauten Spannung rund um die Fed ebenfalls in der letzten Woche einen Höhenflug, der sich mit der Bekanntgabe der Entscheidung abzuflachen schien. Eine weitere Entwicklung nach oben scheint momentan unwahrscheinlich, weil sich in den Höhenflügen von Dax, Mdax und TecDax auch die Erwartung einer Beschränkung der Investitionen durch die Fed gespiegelt hatte. Jetzt macht man sich allgemein auf eine Abflachung der Kurse gefasst, die nicht unbedingt als Fall betrachtet wird, sondern eher als Entspannung.

Die Auswirkungen der globalen Entwicklung auf einzelne Aktien war ganz unterschiedlich. Während Immobilienpapiere, wie Aktien der LEG Immobilien, in der letzten Woche teilweise große Zuwächse verbuchen konnten, sank der Ölpreis.

Die Entwicklung in den nächsten Wochen wird wohl von den starken Ausreißern der Wartezeit auf die Fed-Entscheidung zurück pendeln. Viele Händler äußerten den Wunsch nach "Ruhe" oder Entspannung nach der angestrengten Phase der Spekulationen rund um die Fed.

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