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Rentenbeitragssenkung um 0,6 Punkte ist möglich

Die Deutsche Rentenversicherung hat gute Nachrichten für alle Erwerbstätigen: Im Jahr 2014 könnte der Beitragssatz um 0,6 Prozent gesenkt werden - damit würde der Beitrag dann von 18,9 auf 18,3 fallen. Das ergab eine Vorausberechnung der Deutschen Rentenversicherung. Deren Kassen sind gut gefüllt, weil die Arbeitslosenquote derzeit sehr niedrig ist.

Diese Beitragssenkung kann die Deutsche Rentenversicherung aber nicht allein beschließen. Das letzte Wort darüber hat die Bundesregierung, sei es die alte oder die baldige neue. Und in der Politik ist man nicht so begeistert über den Voeschlag der Deutschen Rentenversicherung. In Union und SPD gibt es nämlich schon Pläne, die eine Senkung eher unmöglich machen.

Die SPD-Rentenexpertin Elke Ferner etwa sagte der BILD, dass die baldigen Koalitionspartner zusätzliche Rentenleistungen in ihr Koalitionsprogramm aufnehmen wollen. "Deshalb ist es besser, vorerst keine Rentenbeitragssenkung zu beschließen." Im Gegenteil, sie würde sogar für eine gesetzlich vorgeschriebene Erhöhung plädierung, um künftige Lasten und Ausgaben finanzieren zu können.

Auch die CDU will in diese Richtung. "Vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen macht es wenig Sinn, den Beitrag zu senken, weil wir dabei über Zusatzleistungen reden, die die Rentenkasse belasten", meint der Peter Weiß, Rentenexperte der Union. Um die Altersarmut zu bekämpfen, wollen CDU und SPD eine Lebensleistung- und Solidarrente in Höhe von 850 Euro vereinbaren. Wie diese finanziert wird, steht noch nicht fest. Eine Beitragssenkung der Rentenversicherung wird dadurch aber sehr unwahrscheinlich.

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