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Schlag den Raab: Finanzamt will Teil des Millionengewinns

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Am letzten Samstag räumte Kandidat Peter Meiners 2,5 Millionen Euro in der Gameshow "Schlag den Raab" ab, aber der Berliner darf nicht hoffen, dass die komplette Summe auf seinem Konto landet, denn das Finanzamt erhebt seit einiger Zeit Steuern auf Preisgelder und Gewinne. Nur Gewinne aus Glücksspielen bleiben nach wie vor steuerfrei.

Es ist noch gar nicht so lange her, da war es dem Fiskus herzlich egal, wenn ein Deutscher in einer TV-Show eine Geldsumme eingestrichen hat. Doch in den letzten Jahren explodierten die Gewinne und nicht selten konnte ein Kandidat innerhalb eines Abends Millionär werden. Und das hat auch das Finanzamt auf den Plan gerufen und ordnet diese Gewinne dem Einkommen des jeweiligen Steuerzahlers ein.

Allerdings muss es sich dabei um persönliche Fähigkeiten des Kandidaten handeln: "Kann das Finanzamt unterstellen, dass eine gewonnene Geldsumme durch eine Leistung verdient wurde oder jemand sein Konto aufpolstern wollte, wird ungeniert Einkommensteuer verlangt", sagt Christina Georgiadis, Sprecherin der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH) laut dem FOCUS. Das bedeutet also, dass jeder Gewinn, der durch eine gewisse geistige oder körperliche Leistung in einer TV-Show gewonnen wurde, versteuert werden muss.

Damit muss auch Peter Meiners von seinen 2,5 Millionen Euro einiges abgeben. Denn sein Gewinn aus "Schlag den Raab" gilt als Einkommen und muss deswegen versteuert werden. Etwas ungerecht erscheint dabei, dass jeder Lottogewinner steuerfrei seinen Gewinn einstreichen darf, auch wenn es sich um zig Millionen Euro handelt. Das gleiche gilt für Pferdewetten und ähnliche Zockereien. Es wirkt fast so, als wolle das Finanzamt das Glücksspiel fördern.

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