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Sepa Verfahren: Das bedeutet die Umstellung

Die Umstellung der meisten Banken aufs SEPA Verfahren ist schon erfolgt, jetzt müssen sich nur noch die Kunden daran gewöhnen: Was kommen wird, ist gar nicht so kompliziert, wie viele meinen, denn die große lange Zahl "IBAN" setzt sich aus den altbekannten kleinen Zahlen zusammen - man muss sich also keine großen Sorgen machen.

Umstellung kommt schrittweise

Zwar findet man jetzt schon die Zahlen vom Sepa Verfahren auf seinem Kontoauszug oder auch beim Online-Banking, aber das bedeutet nicht, dass man von jetzt auf gleich zum IBAN-System springen muss: Viele Banken bieten noch einige Zeit lang (bis 2016) an, die alten Informationen, also Kontonummer und Bankleitzahl, für den Kunden direkt zu konvertieren.

Dadurch muss man für eine Weile noch nicht die korrekte "lange" Nummer des Zahlungsempfängers wissen und kann vor allem auch noch eine Weile alte Kontodaten verwenden. Viele Zahlungsempfänger haben ihre Informationen auch noch nicht aktualisiert, sodass man noch gar keine korrekte IBAN-Nummer eingeben könnte.

Wer selbst etwas verkaufen möchte oder aus anderen Gründen Geld überwiesen bekommt und nach seiner Nummer gefragt wird, kann einfach auf die Rückseite seiner EC-Karte gucken: Hier stehen alle neuen relevanten Daten.

Weil die ein bisschen klein geschrieben sind, kann man sich die IBAN-Nr. auch zusammensetzen: DE für Deutschland, dann eine zweistellige Prüfziffer, die man einmal nachsehen muss, es folgt die achtstellige Bankleitzahl und zuletzt die zehnstellige Kontonummer. Wenn eine bisherige BLZ oder Kontonummer zu wenig Ziffern hat, wird sie von vorne mit Nullen aufgefüllt. Man hat also vor allem dann jetzt etwas mehr Arbeit beim Ausfüllen, wenn die Kontodaten bisher sehr kurz waren.

Die übrigen vermeintlich "neuen" Abkürzungen sind auch eigentlich ein alter Hut: SWIFT, eine der Abkürzungen, die nun in aller Munde ist, ist schon seit 1973 die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Diese Genossenschaft der Finanzinstitute stellt das der Kommunikation zwischen den Banken zu Grunde liegende Netzwerk zur Verfügung.

In diesem Netzwerk haben alle Banken eine eigene Kennziffer, so wie die bekannte Bankleitzahl. Hiermit können die Banken auch international identifiziert werden und der BIC (der manchmal auch Swift-Code genannt wird) gibt Auskunft darüber, in welchem Land und welcher Stadt das Institut sitzt. Dieser Business Identifier Code ist vor allem im internen elektronischen Zahlungsverkehr wichtig.

SEPA-Verfahren

Das SEPA-Verfahren bezeichnet einfach die Überweisungen innerhalb des europäischen Raums, die durch die europaweit einheitlichen IBAN-Werte ermöglicht werden. Eine Überweisung lässt sich seit 2008 so tätigen, wer schon mal Geld ins Ausland überwiesen hat oder Geld aus dem Ausland bekommen hat, hat die "neuen" Nummern also vielleicht schon längst einmal benutzt.

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