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Sparkasse testet SEPA: Doppelbuchungen erschrecken Kunden

Die Umstellung auf SEPA kommt im kommenden Februar und um das System vorab zu testen hat die Sparkasse in Sachsen-Anhalt schon mal ihre neue Software laufen lassen: Das hat nicht ganz reibungslos geklappt und viele Kunden verunsichert oder erschrocken - mittlerweile sind alle Auswirkungen aber rückgängig gemacht.

Die Kunden hatten beim Blick auf ihren Kontoauszug feststellen müssen, dass einige Buchungen doppelt vermerkt waren. Das bedeutet: Geld, das abgegangen ist, wurde zweimal abgezogen und damit sah der Kontostand oft erschreckend niedrig aus. Die Sparkasse hat die Kunden aber selbst alle benachrichtigt und das Problem direkt wieder behoben.

Allgemein hat die Panne Zweifler an der Umstellung auf SEPA wieder laut werden lassen. Das angeblich viel kompliziertere System wurde oft mit der Horrorvorstellung angekündigt, sich eine ellenlange Nummer merken zu müssen. Das tun aber die meisten Kunden längst, denn sie merken sich sowohl ihre Kontonummer als auch die Bankleitzahl. Diese beiden Zahlen werden für die neuen IBAN-Nummern einfach kombiniert, und durch eine dreistellige Prüfziffer ergänzt. Wer schon mal wissen will, wie die Nummern aussehen, kann beispielsweise auf der Rückseite seiner EC-Karte nachsehen, auf der die Information meist bereits vermerkt ist.

Die Panne bei der Sparkasse ist also deren Technik zuzuschreiben, nicht den neuen Nummern. Wieso der Livetest so durchgeführt werden musste, statt beispielsweise einige Testkonten zu erschaffen oder anders Systemfehler wie diesen abzufangen, wurde nicht erklärt. Vermutlich wird es aber bei der Umstellung noch einige kleine Pannen geben, wie immer, wenn ein riesiges System verändert oder aktualisiert werden muss. Deswegen rät die Verbraucherzentrale, die Kontobewegungen vor allem zur Zeit der Umstellung im Auge zu behalten. Sorgen machen muss man sich nicht: Alle Fehler können natürlich berichtigt werden.

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