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Steuerberaterkosten - Ermittlungsgrundlage Gebührenordnung oder freie Honorarvereinbarung

Steuerberater gelten als unverzichtbare Helfer in Steuerfragen und wichtige Ratgeber unter anderem, wenn es um das Sparen von Steuern geht. Nicht selten kommt so mancher Unternehmer ins Grübeln, wenn er von seinem Experten die Rechnung für die Steuerberatung erhält. Wer sich vorab über mögliche Steuerberaterkosten informieren möchte, kann das anhand der Gebührenordnung für Steuerberater tun.

Bereits vor einer Erstberatung eventuelle Kosten erfragen

Steuerberater sind laut Gesetz verpflichtet, sich an die in der Gebührenordnung aufgeführten Honorarsätze zu halten. In der Gebührenordnung sind die unteren und oberen Honorargrenzen für einzelne Aufgaben festgelegt. Die Mitarbeiter eines Steuerbüros sind allerdings lediglich verpflichtet, Arbeitszeiten viertelstundengenau zu erfassen beziehungsweise den Mandaten zuzuordnen. Da zwischendurch immer Zeit für ein privates Gespräch anfällt, kann dieser Umstand zu unangenehm hohen Steuerberaterkosten führen.

Das Suchen eines neuen Steuerberaters ist nicht in jedem Fall kostenlos. Die Gebührenordnung sieht für eine Erstberatung einen maximalen Betrag von 180 Euro vor. Wer sich in eine größere Kanzlei begibt, wird meist für eine Erstberatung nicht zur Kasse gebeten. Immerhin geht es ja nur um ein erstes Kennenlernen. Dennoch sollte man vor Gesprächsbeginn nachfragen, ob damit nicht doch irgendwelche Kosten verbunden sind.

Die Gebührenverordnung für Steuerberater nennt Wertgebühren, Betragsrahmengebühren und Zeitgebühren. Wertgebühren sind kompliziert zu ermitteln. Betragsrahmengebühren fallen unter anderem bei der Lohnbuchführung und steuerlichen Auskünften an. Zeitgebühren entstehen beispielsweise für das erste Einrichten einer Buchführung sowie für Besprechungen mit Behörden. Als Alternative zur Einzelabrechnung jeder Aufgabe sieht die Gebührenverordnung eine Pauschalvergütung vor.

Euro-Zeichen auf der Rechnung eines Steuerberaters sind leicht zu erkennen. Was mit der Abrechnung und dem Endbetrag alles gemeint ist, erschließt sich nicht so leicht. Darum sollte man sich nicht scheuen, seinen Steuerberater umfassend zu befragen.

Von der Gebührenordnung abweichende Honorarvereinbarungen verlangen Mandantenzustimmung

Dennoch können Mandanten auch von der Gebührenordnung abweichende Honorarvereinbarungen treffen. Es ist vor allem bei vielen Spezialisten und bei nicht alltäglichen Problemen üblich, dass Mandanten eine Honorarvereinbarung vorgelegt bekommen. Die Gebührenverordnung lässt das zu, verlangt lediglich die Schriftform und die Einverständnis des Mandanten. Wer diese unterschreibt, stimmt in jedem Fall einem Abweichen von der Gebührenordnung zu. In Regel ist das für Steuerberaterkosten nachteilig.

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