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Steuern sparen für homosexuelle Paare

Das Ehegattensplitting gilt jetzt auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, das jedenfalls hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nun entschieden. Doch das bedeutet das beim Thema Steuern sparen für homosexuelle Paare? In diesem Artikel soll geklärt werden, wie sich die steuerliche Landschaft für sogenannte Homo-Ehen ändern wird und was sie tun müssen, um Steuervorteile zu erhalten.

Steuerlicher Vorteil wie in der Ehe

Mit dem Richterspruch, dass das Ehegattensplitting auch für homosexuelle Lebensgemeinschaften gelten muss, hat das Bundesverfassungsgericht die deutsche Steuerlandschaft modernisiert und fast schon revolutioniert. Sogar die CDU will nun dieses Gesetz schnellstmöglich umsetzen. Das bedeutet: Steuern sparen für homosexuelle Paare. Doch jeder muss selbst tätig werden, um von diesen steuerlichen Vorteilen profitieren zu können.

Doch was ist das Ehegattensplitting eigentlich? Dabei geht es darum, dass Eheleute durch die Partnerschaft weniger Steuern zahlen, als alleinstehende Menschen oder nicht verheiratete Paare. Das Gesamteinkommen der Verheirateten wird gedanklich durch zwei geteilt und darauf wird dann der Steuersatz erhoben. Dabei profitieren vor allem Paare, bei denen sich die beiden Einkommen in der Höhe sehr unterscheiden. Wie das Handelsblatt schreibt, bringt das Ehegattensplitting eher weniger, wenn beide Partner ungefähr das gleiche verdienen.

Bisher wurden eingetragene Lebensgemeinschaften von homosexuellen Paaren wie unverheiratete Paare behandelt, das heißt, beide mussten den vollen Steuersatz zahlen. Durch den Richterspruch aus Karlsruhe wird sich dies nun ändern. Dieses Gesetz gilt sogar rückwirkend. Das bedeutet, dass homosexuelle Paare noch einen steuerlichen Vorteil geltend machen können.

Wer dies beanspruchen möchte, der muss aber nicht befürchten, alle Steuerunterlagen erneut einreichen zu müssen. Die Finanzämter sollten alles archiviert haben und können deswegen die Angelegenheiten klären. Etwas mehr Arbeit kommt auf die Finanzbeamten dadurch aber schon zu.

Behörden müssen Angelegenheit noch klären

Doch was genau getan werden muss, das müssen erst die Behörden festlegen. Momentan steht nur das Urteil. Dieses muss nun umgesetzt werden. Experten vermuten aber, dass viele homosexuelle Lebensgemeinschaften das Ehegattensplitting gar nicht nutzen müssen, weil sie ähnlich hoch verdienen. Trotzdem heißt es in Zukunft: Steuern sparen für homosexuelle Paare.

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