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Im Jahresendspurt Steuern sparen

Am 31. Dezember endet das aktuelle Steuerjahr. Und für alle, die eine Steuererklärung anfertigen müssen, gibt es in diesen letzten Tagen noch den ein oder anderen Kniff, Steuern zu sparen. Natürlich auf völlig legalem Wege. Wir erklären hier, was nötig ist und was gemacht werden muss, um in 2013 nicht zu viel Steuern zu zahlen.

Werbungs- oder Krankenkosten

Noch knappe drei Wochen haben Arbeitnehmer und Selbständige nun noch Zeit, um das Geld, was versteuert werden muss, auszugeben. Leider zählen Ausgaben für Silvesterknaller nicht zu diesen Ausgaben, die dann beim Finanzamt geltend gemacht werden können. Also müssen sinnvollere Investitionen getätigt werden, wie das Handelsblatt jetzt in seiner Online-Ausgabe schreibt.

Bis zum 31. März 2013 hat jeder Arbeitnehmer und Freiberufler Zeit, seine Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen, Fristverlängerungen sind natürlich nach Antrag beim Finanzamt möglich. Vor allem Hausbesitzer, Rentner, Arbeitnehmer und Anleger haben im Jahresendspurt noch die ein oder andere Möglichkeit, Steuern zu sparen.

Arbeitnehmer haben die Chance, bei den Werbungskosten anzusetzen. Dazu zählen Ausgaben für Fahrtkosten, Fachliteratur, Arbeitsmittel wie Druckerpatronen oder ein neues Laptop oder Kosten für eine Bewerbung. Der Arbeitnehmerpauschalbetrag liegt bei 1000 Euro. Wurde diese Summe noch nicht erreicht, kann der Hebel dort angesetzt werden.

Auch Krankheitskosten können beim Finanzamt geltend gemacht werden. Abhängig von der Höhe der monatlichen Bezüge liegt die Zumutbarkeitsgrenze bei einem bis sieben Prozent. Für Rentner lohnt sich dieses eher nicht. Sie müssten bei 40.000 Euro Einkommen im Jahr Kosten von 2.400 Euro haben. Ein Ehepaar mit drei Kindern und gleichen Bezügen hat dagegen eine Zumutbarkeitsgrenze von 400 Euro, diese wird schon eher erreicht.

Handwerkerkosten und Gewinne oder Verluste durch Wertpapiere

Eigentümer von Häusern oder anderen Immobilien können beim Finanzamt alle Handwerkerrechnungen, die im Jahr angefallen sind, einreichen. Allerdings müssen diese zur Modernisierung oder den Erhalt eines modernen Zustandes nötig gewesen sein. Die Grenze liegt bei 1200 Euro. Wer die noch nicht erreicht hat, sollte den Handwerker also schleunigst beauftragen und auch schnell bezahlen. So lassen sich noch Steuern sparen. Auch Kosten für Putzhilfe, Gärtner, Umzugsunternehmen oder Pflegekraft können abgesetzt werden.

Für Anleger gilt, dass Gewinne an Wertpapieren bei der Steuererklärungen durch Verluste bei anderen Anlagen ausgeglichen werden können. Wer nur ein Depot besitzt, erhält diese Rechnung automatisch. Sind aber mehrere Depots im Spiel, müssen diese beim Finanzamt angegeben werden. Dazu muss der Anleger eine Verlustbescheinigung vorlegen. Diese ist bis spätestens 15. Dezember bei der Bank zu beantragen.

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