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Telekom: Gericht verbietet Drosselung der Geschwindigkeit im Internet

Eigentlich hatte die Telekom geplant, in Zukunft seinen Kunden die Geschwindigkeit im Internet zu drosseln, sobald eine gewisse Datenmenge überschritten wird - aber daraus wird wohl nichts, denn das Landgericht Köln hat nun entschieden, dass eine Datenbremse im Netz nicht rechtskräftig ist. Die Telekom kann seine Pläne also in den Schredderer werfen.

Die Kunden des Telekommunikationskonzerns waren eh nicht begeistert von dem Vorhaben. Verständlicherweise. In mehreren Diskussionsforen und im sozialen Netzwerk tauften sie die Telekom kurzerhand in "Drosselkom" um. Und aus der Telekom-Flatrate wird die "Flathate". Freunde machte sich der Bonner Konzern mit seinen Plänen also nicht.

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Telekom bewerbe seine Produkte als "Internet-Flatrate". Eine nachträglich und nicht im Vertrag erwähnte Drosselung sei dann eine "unangemessene Benachteiligung der Kunden". "Kunden sollten über die gesamte Laufzeit die Sicherheit haben, dass das versprochene Surftempo nicht reduziert wird", sagte ein Sprecher Verbraucherzentrale laut bild.de.

Das Landgericht Köln gab dem Ankläger Recht. Das Urteil werde bald rechtskräftig. Aber wegschmeißen will die Telekom seine Pläne wohl dann doch nicht. Der Bonner Konzern kündigte an, das Urteil zu prüfen und voraussichtlich Berufung einzulegen. Bei der Telekom will man sich wohl offenbar unbedingt seine Kunden vergraulen.

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