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Tod während des Praktikums: Hat sich Moritz Erhardt zu Tode geschuftet?

Viele Rätsel wirft derzeit der plötzliche Tod des Deutschen Moritz Erhardt auf. Hat er sich während eines Praktikums in einer Londoner Bank zu Tode gearbeitet? Im Internet kommen jetzt viele Vermutungen auf, nach denen die Arbeitszeiten für Praktikanten in der Bank unmenschlich sein sollen. Es ist von einer 120 Stunden-Woche die Rede.

Der 21-Jährige wurde tot in seiner Londoner Wohnung gefunden. Wie der FOCUS berichtet, habe Erhardt an Schlafmangel gelitten, außerdem sei er überarbeitet gewesen. Dabei habe ihm eine glänzende Zukunft bevorgestanden, wie der Sprecher der Londoner Investmentbank "Bank of America Merrill Lynch" sagte. Dort hat Erhardt ein Praktikum gemacht.

Für Praktikanten sind die Verdientsmöglichkeiten dort sehr gut. Bis zu 3.100 Euro monatlich können sie dort verdienen. Doch dafür zahlen sie offenbar einen hohen Preis. Angeblich müssten sie nächtelang durcharbeiten. In zwei Wochen müssen sie angeblich auf insgesamt acht Nächte Schlaf verzichten. Insgesamt müssten sie 120 Stunden die Woche arbeiten.

Die britische Zeitung "Daily Mail" sprach mit einem Praktikanten der Bank, der den Arbeitsrhytmus als "Magischen Kreisverkehr" bezeichnet: "Du fährst mit dem Taxi um 7 Uhr morgens heim, lässt den Fahrer warten, springst schnell unter die Dusche und fährst wieder zurück ins Büro!" Moritz Erhardt hat diese unmenschlichen Arbeitsbedingungen, die mit dem Arbeitsrecht kaum zu vereinbaren sind, offenbar mit dem Tode bezahlt.

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