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Trinkgeld geben - wo, wann und wie viel?

Wieviel Trinkgeld soll ich eigentlich geben? Diese Frage hat sich sicher jeder schon einmal gestellt, wenn sie oder er in einem Café, Restaurant, Bar oder Kneipe war. Doch das Tipp, wie der Amerikaner sagt, kann auch bei anderen Gelegenheiten gegeben werden. Wir erklären, wo sie wann wieviel Euros bereithalten sollten.

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Die Definition

Eine Definition des Trinkgeldes ist in der Gewerbeordnung klar festgelegt: "Trinkgeld ist ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtung dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt." Das bedeutet, dass es eine freiwillige Zusatzleistung ist. Kein Gast oder Kunde ist verpflichtet, Trinkgeld zu geben. Manche Menschen hinterfragen auch den Sinn dieser Einrichtung, denn jeder Arbeitnehmer verdient ja eh schon Geld. Aber es ist tatsächlich so, dass viele Angestellte im Gastronomiegewerbe auf das Trinkgeld angewiesen sind.

In Restaurants oder Cafés

Als Leitfaden gilt hier die 10 Prozent-Regel. Haben Sie etwa eine Rechnung von 12,40 Euro, dann erhöhen Sie ruhig auf 14 Euro, auch wenn dies mehr als zehn Prozent sind. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet, aber vielen Gästen ist es zu blöd, sich dann noch 40 Cent wiedergeben zu lassen. Liegt die Rechnung allerdings viel höher, etwa bei 200 Euro, so reichen durchaus auch fünf Prozent als Trinkgeld.

Im Hotel und an der Garderobe

Sollten Sie in einem Hotel der gehobenen Klasse Urlaub machen, dann ist ein Trinkgeld von zwei bis fünf Euro pro Lieferung für den Zimmerservice durchaus angebracht. Dazu kommen zwei Euro pro Gepäckstück bei An- und Abreise. Besuchen Sie eine Veranstaltung und geben Sie Kleidungsstücke an der Garderobe ab, so kommt es auf das Verhalten der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters an. Bekommen Sie ein Lächeln und werden sehr freundlich behandelt, so kann Ihnen das schon mal 50 Cent bis zwei Euro wert sein. Fühlen Sie sich aber nicht so gut behandelt, so können Sie von einem Trinkgeld absehen.

Im Taxi

Auch im Taxi ist es durchaus üblich, eine Leistung anzuerkennen. Doch hier kommt es ebenso darauf an, wie sich der Taxifahrer verhält. Ist er behilflich beim Gepäck oder achtet auf der Fahrt darauf, dass die Atmosphäre angenehm bleibt, so können Sie zehn Prozent des Fahrpreises geben. Aber wenn Sie sich während der Fahrt nicht so wohl gefühlt haben, dann verzichten Sie auf diese Extraleistung.

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