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Falsche Überweisung widerrufen: Das ist die Rechtsgrundlage

Wer eine Überweisung widerrufen möchte, ist sich nicht unbedingt sicher darüber, wie die rechtlichen Gegebenheiten aussehen. Geregelt werden die Gegebenheiten zu Überweisungen im BGB, Paragraphen 676a bis 676c. Hier zeigt sich, welche Rechte Banken wie Kunden in einem solchen Geschäftsverhältnis haben und auf welchem Wege falsche Überweisungen wieder rückgängig gemacht werden können.

Überweisungen geschehen auf Vertragsgrundlage

Wenn zwischen dem Kunden und seiner Bank Geschäfte laufen, so geschieht dies immer auf der Grundlage eines Girovertrages. Laut dem Paragraphen 676f und g im BGB ist die Empfängerbank immer dazu verpflichtet, eingehende Beträge gutzuschreiben. Außerdem gibt es eine bestimmte Rechtsbeziehung zwischen dem Überweisenden und der fremden Bank, auf die das Geld übersendet wird.

Wird eine Zahlung getätigt, so gibt es einen so genannten Zahlungsvertrag. Wurde nun eine Überweisung falsch gemacht und hat sich etwa ein Zahlendreher eingeschlichen, mit dem das eingezahlte Geld an einen falschen Adressaten geht, liegt die Schuld allein beim Kunden. Mussten Banken in der Vergangenheit alle ausgehenden Zahlungen auf korrekte Daten überprüfen, ist dies nun nicht mehr nötig. Als Geldsender hat man zwar Anspruch auf die Rückerstattung eines falsch gesendeten Betrages, aber es gibt dennoch häufig den Fall, dass der Geldbetrag schlicht weg ist.

Alles, was die Bank tut, um das Geld zurück zu holen, geschieht nach neuem Gesetz nun aus Kulanz. Werden beim Online-Banking falsche Daten erkannt, kann problemlos einen Tag vor einem Ausführungsdatum die Überweisung widerrufen werden. Da dem Kunden dennoch laut BGB Rechte zum Schutz zugesprochen werden, kann durchaus auch eine Klage im Schadensfall erfolgreich sein und es lohnt durchaus, den Aufwand zu tätigen.

Überweisungen immer gut prüfen

Als positiv sind an den neuen Richtlinien dennoch jene Klauseln zu werten, die sich um Überweisungen im europäischen Raum drehen. Innerhalb von drei Werktagen müssen Online – Überweisungen nun gutgeschrieben werden. Dennoch bedeutet die neue Regelung, dass man eine Überweisung nur schwer widerrufen kann. Deshalb ist Vorsicht hier die beste Möglichkeit.

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