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Uli Hoeneß: Der Prozess im Live Ticker

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Der Prozess gegen Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung hat begonnen - alle News im Live-Ticker: Die Bayern-Ikone Uli Hoeneß muss sich ab heute vor Gericht verantworten. Man spricht bereits vom Prozess des Jahres - der Bayern-Boss Uli Hoeneß ist angeklagt, Steuern in Millionenhöhe über ein Schweizer Bankkonto hinterzogen zu haben. Die Frage lautet, ob die Hoeneß Selbstanzeige unwirksam ist. Vier Verhandlungstage wurden angesetzt, am Donnerstag soll es ein Urteil geben. Wie wird das Urteil ausfallen?

15.20 Uhr: Der erste Verhandlungstag ist vorbei. Am morgigen Dienstag um 9.30 beginnt der zweite Prozess-Tag gegen Hoeneß.

15.13 Uhr: Die Verteidigung stellt einen Beweisantrag, die E-Mail eines Journalisten des "Stern" soll verlesen werden.

15.06 Uhr: Der Richter Heindl ist fertig mit der Verlesung des Protokolls. Hoeneß schaut skeptisch, nickt aber, als Heindl fragt, ob die Angaben richtig seien.

15.02 Uhr: Der Zeuge sagte laut Protokoll, dass Hoeneß' Frau nichts von dem Konto gewusst habe. Der Zeuge erklärte zudem, dass Hoeneß gerätselt hatte, wer ihn an die Steuerbehörden verraten habe.

14.53 Uhr: Hoeneß lernte den Zeugen im Jahr 2002 kennen. Er sollte nach Bad Wiessee kommen, wegen der Selbstanzeige. Hoeneß hatte von einem Artikel erfahren, in welchem es um sein Schweizer Konto ging. Die Kontonummer war in Teilen richtig, die Summe aber falsch.

14:50 Uhr: Der Richter Heindl ist nun auch zurück. Jetzt soll der Zeuge aussagen, er muss aber nicht selbst sprechen. Seine Vernehmung vom 20. März 2013 wird verlesen. Fragen sind nicht erlaubt.

14.30 Uhr: Hoeneß, sein Anwalt und der Staatsanwalt sind zurück. Heindl lässt den Sitzungssaal noch immer warten.

13.54 Uhr: Pause - Richter Heindl zieht sich zu einer halbstündigen Beratung zurück.

13:49 Uhr: Der ehemalige Steuerfahnder und dritte Zeuge im Prozess gegen Hoeneß tritt auf - mit eigenem Anwalt. Der Mann hatte Hoeneß damals bei der Selbstanzeige geholfen. Es läuft gegen ihn ein Disziplinarverfahren. Er möchte nicht aussagen. Der Staatsanwalt von Engel ist unzufrieden.

13.40 Uhr: Der zweite Zeuge, ein Mitarbeiter des Finanzamt Münchens betritt den Raum.

13:12 Uhr: Zwei Steuerfahnder, beide sind Zeugen, treten ein. Heindl schickt einen von ihnen wieder nach draußen und beginnt mit Befragung des Steuerfahnders aus Stuttgart. Während er spricht, hört Hoeneß ruhig und aufmerksam zu.

13.09 Uhr: Der Richter betritt den Sitzungssaal.

13.00 Uhr: Uli Hoeneß' Frau Susanne hat ihren Platz wieder eingenommen. Sie blickt ständig zu ihrem Mann. Auch dieser hat mittlerweile gesetzt hat und berät sich mit Feigen.

11.30 Uhr: Die Vernehmung von Uli Hoeneß endet und die Beweisaufnahme startet jetzt. Der Richter Heindl verließt die Selbstanzeige von Hoeneß. Dann wird die Verhandlung bis 13 Uhr unterbrochen.

11.02 Uhr: Verfolgte Hoeneß eine langfristige Strategie? Heindl bohrt nach, war Hoeneß sich nicht über den Umfang der nötigen Unterlagen bewusst? Hoeneß verneint.

10.59 Uhr: Hoeneß meint, die Schweizer seien nicht auf seine Selbstanzeige vorbereitet gewesen. Seine deutsche Bank hingegen war immer akribisch.

10.58 Uhr: Bei der Selbstanzeige hatte Hoeneß knapp 70 000 Blatt umfassende Unterlagen eingereicht, von denen er kaum etwas gesehen hatte. "Ich habe mir nie einen Kontoauszug angeschaut. Ich wollte von meinem Bankberater in der Schweiz immer nur wissen: Wie hoch ist der Kontostand?"

10.46 Uhr: Heindl befragt Hoeneß zu den Spekulationsgeschäften und sein Wissen darüber. Hoeneß spricht über die Zockerei. Er habe besonders in Devisengeschäfte investiert - Euro/ Dollar, Dollar/ Yen und Euro/Schweizer Franken. Der Richter macht sich Notizen, Hoeneß schaut den Richter an, seine Hände liegen gefaltet auf dem Tisch.

10.37 Uhr: Der Richter stellt Hoeneß Fragen zu seinem Werdegang.

10.36 Uhr: Hoeneß sagt: "Ich bin kein Sozialschmarotzer, ich habe fünf Millionen Euro gespendet und in den vergangen jähren 50 Millionen Euro Steuern gezahlt." Er wolle mit sich "ins Reine" kommen: "Ich will ohne Wenn und Aber reinen Tisch machen. Ich bereue mein früheres Verhalten zutiefst."

10.28 Uhr:Hoeneß sagt, das Konto in der Schweiz hatte er "nur zum Zocken" und dass mehr als 50 000 Transaktion über das Konto liefen.

10.13 Uhr: Hoeneß sagt, er bereue seine Tat zutiefst und er werde alles tun, um das bedrückende Kapitel in seinem leben abzuschließen. Er spricht nun von den verschiedenen Stationen in seinem Leben.

10.08 Uhr: Die Verhandlung im Hoeneß-Prozess geht weiter. Feigen führt aus, dass die Steuerhinterziehung ohne die Selbstanzeige von Hoeneß gar nicht aufgeflogen wäre. Uli Hoeneß soll 3,55 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben und er verschwieg laut Anklageschrift Einkünfte in Höhe von 5,7 Millionen Euro.

09.45 Uhr: Der Staatsanwalt von Engel ist fertig mit der Verlesung, die Verhandlung wird nun für eine Viertelstunde unterbrochen. Der Richter, Hoeneß und alle Anwälte verlassen den Saal.

09.42 Uhr: Staatsanwalt Achim von Engel beginnt die Verlesung der Anklageschrift: Es geht um ein nicht versteuertes Einkommen von insgesamt 33 Millionen Euro plus 3,5 Millionen nicht bezahlte Steuern. Von Engel verliest die Zahlen für jedes Jahr von 2003 bis 2009. Hoeneß hört regungslos zu, seine Hände trommeln leise auf der Tischplatte.

09.30 Uhr: Hoeneß betritt den Gerichtssaal lächelnd aber angespannt.

09:20 Uhr: Noch zehn Minuten und es geht los im Prozess gegen Uli Hoeneß.

09.06 Uhr: Es wimmelt nur so von Polizisten, die Sicherheitsvorkehrungen im Münchener Landgericht sind sehr streng. Akribisch wird jeder, der das Gebäude betreten will, durchsucht. In der Eingangshalle stehen hohe, mit schwarzer Folie bespannte Zäune. Sie dienen als Sichtschutz und lotsen die Besucher und die Journalisten zum Sitzungssaal.

09:01 Uhr: Bayern-Fans sind im Sitzungssaal nicht zu entdecken, lediglich einer der Zuschauer trägt ein Trikot der Bayern.

08:55 Uhr: Uli Hoeneß spricht mit der "Zeit" über seine Leidenschaft für die Börse: "Es gibt zwei Uli Hoeneß, eigentlich drei. Einer ist der seriöse, konservative Geschäftsmann, beim FC Bayern, bei unserer Wurstfabrik. Der zweite Uli Hoeneß ist auch privat sehr konservativ, nur klassische Geldanlagen, wenn Aktien, dann halte ich sie mindestens drei bis zehn Jahre. Dieser Uli Hoeneß ist wie Warren Buffett, er denkt langfristig und strategisch. Und dann gibt es den dritten Uli Hoeneß, der dem Kick nachgejagt ist, der ins große Risiko ging. Vielleicht steckt dahinter auch die Sehnsucht, die Wirklichkeit zu vergessen, auszubrechen. Das geht an der Börse gut."

Hoeneß spricht über seine Geschäfte an der Börse: "In den Jahren 2002 bis 2006 habe ich richtig gezockt, ich habe teilweise Tag und Nacht gehandelt, das waren Summen, die mich heute auch schwer zu begreifen sind, diese Beträge waren teilweise extrem. Das war der Kick, das pure Adrenalin." Es sollen sich zeitweise bis zu 100 Millionen Euro auf Huenes' Konto befunden haben. Ab dem jahr 2006 sei die Zockerei dann aber weniger geworden. Der "Zeit" sagte Huenes: "Ich habe zu viele Verluste gemacht. Ich konnte nicht mehr so viel zocken. Und dann kam im Jahr 2008 die Finanzkrise, und da ging es endgültig in den Keller. Außerdem bin ich auch nicht mehr so wie früher auf der ständigen Suche nach dem großen Kick. Ich werde älter."  

08:45 Uhr: Die ersten Bayern-Fans sind vor vor dem Münchener Landgericht gesichtet. Zwei von ihnen haben sich nur für den Prozess gegen Uli Hoeneß vier Tage Urlaub genommen. Sie meinen: "Es wäre eine Katastrophe, wenn Hoeneß ins Gefängnis müsste - nach allem, was er für den Verein getan hat." Beide waren gestern angereist und warteten schon seit 7.15 Uhr auf den Einlass.

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