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Versicherungskosten bei Lebensversicherung

Es ist kein Geheimnis: Versicherungsschutz gibt es nur gegen Geld. Die Kosten einer Versicherung können je nach Versicherer, Versicherungsart und Versicherungsschutz sehr unterschiedlich sein. Zu unterscheiden gilt es zwischen Sachversicherungen und Lebensversicherungen. Denn nur bei letzterer Versicherungsform spart der Versicherte einen Teil der Beiträge. Nicht immer ist eindeutig, was die eigentlichen Versicherungskosten sind.

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Lebensversicherungen - Kunden zahlen hohe Abschlusskosten und Gebühren

Jeder der sein Leben, Auto oder seinen Hausrat versichert, zahlt je nach den gewählten Leistungen eine entsprechende Versicherungsprämie. Tritt der Versicherungsfall ein, gewährt der Versicherer Leistungen. Eine wesentliche Voraussetzung dabei ist, dass der Versicherte Beiträge wie vereinbart gezahlt hat. Doch Auszahlungen erfolgen häufig nicht zum Wohle des Kunden. Wird der Hausrat zu einem vom Versicherer ermittelten Wert ersetzt, übersteigt diese Summe möglicherweise die gesamten bisherigen Beitragszahlungen. Bei Lebensversicherungen kann die Auszahlsumme unter Umständen unter der Beitragssumme liegen.

Wer seinen Lebensversicherungsvertrag genau studiert, wird auf einen beachtenswerten Satz stoßen. Sinngemäß ist zu lesen: „Die im Zusammenhang mit dem Abschluss des Vertrages verbundenen Kosten erhält der Vertragsnehmende nicht gesondert in Rechnung gestellt.“ Irgendwie klingt es sogar gönnerhaft. Sollte der Kunde wirklich einen Vorteil haben?

Das ist bei Betrachtung der Folgen für die Versicherten nicht der Fall. Die Verträge der Lebensversicherer so undurchsichtig konstruiert, dass der Versicherte sehr wohl Gebühren und Provisionen bezahlt, die beim Abschluss anfallen. Eine gesonderte Rechnung erhält der Versicherte nicht. Braucht er auch nicht, meinen die Versicherungsunternehmen.

Der Versicherer bedient sich bei den Beiträgen. das darf er auch. Wer in den ersten Jahren nach dem Abschluss seinen Vertrag kündigt, muss auf einen Großteil der bezahlten Prämien verzichten. Wer vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündigt, erhält wegen der Versicherungskosten zu wenig ausgezahlt. Einen Rückkaufswert muss er laut Gesetzgeber erhalten. Doch wie hoch der ausfällt, liegt im Ermessen des ist Versicherers.Der verrechnet Beitragszahlungen, indem er etwaige Guthaben mit Abschlusskosten und einem Stornoabzug verrechnet.

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Warum weniger mehr sein kann

Wenn man zu viele Versicherungen besitzt, hat man immer auch unnötige Versicherungskosten. Es gibt eine Reihe von Policen, die der Verbraucher nicht braucht. Nicht jede Police macht Sinn. Trotz vieler Versicherungen, im Durchschnitt sind es sechs Verträge, sind Bundesbürger keinesfalls optimal versichert. Sie sollten sich auf die wichtigsten Verträge beschränken, denn damit spart man gutes Geld. Während die Privathaftpflichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherung wichtig sind, kann man auf eine Brillen- oder die Handyversicherung sehr wohl verzichten.

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