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Waking Shark 2: Finanzwelt in London testet seine Hacker-Abwehr mit Cyberspiel

Wie gut ist unser Finanzsystem geschützt, falls Hacker einen großflächigen Angriff auf unsere Banken starten? Genau dieser Frage möchte die Londoner Finanzwelt jetzt nachgehen: Per Cyber-Simulation wird der eigene Schutz gegen Hacker-Angriffe getestet. Das virtuelle Kriegsspiel trägt den Namen "Waking Shark 2", zu deutsch "Erwachsener Hai 2".

Dabei wird der absolute Ernstfall simuliert. Die Hacker dringen direkt ins Herz des Londoner Finanzsystems ein und starten eine massive Sabotage, die Geldzufuhr der britischen Banken droht, zusammenzubrechen. Am heutigen Dienstag, 12. November, soll herausgefunden, wie Zentralbank, Finanzministerium und private Geldhäuser darauf reagieren und ob die Zusammenarbeit auch im Ernstfall klappt.

Ein Teil der Simulation sei es laut SPIEGEL ONLINE, zu testen, wie Banken bei einem Hacker-Angriff auf die IT es schaffen, Geldautomaten weiterhin mit Geld zu versorgen. Dazu wird getestet, wie die Börse reagiert, wenn Cyber-Piraten ihre Manpulationen starten und inwieweit die Kommunikation der Banken mit Behörden aufrecht erhalten werden kann. Im Mittelpunkt stehe dabei besonders das Investmentbanking.

Das Nachrichtenmagazin Reuters berichtet, dass "Waking Shark 2" eine der größten Simulationen weltweit sei. Die Londoner Finanzwelt testet jetzt bereits zum zweiten Mal, die erste Simulation im Jahr 2011 lief unter dem Namen "Waking Shark". Auch in den USA kennt man diese Cyber-Kriegsspiele. Der New Yorker Finanzsektor testete die Widerstandsfähigkeit der Wall Street gegen Hacker unter dem Namen "Quantum Dawn 2", dabei wurde ebenfalls ein absoluter Ausnahmezustand simuliert.

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