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Volkswirtschaft: Was ist eigentlich Deflation?

Den Begriff Inflation hat jeder schon mal gehört, auch wenn nicht alle wissen, was es genau bedeutet. Kurz gesagt, verliert während einer Inflation das Geld seinen Wert. Die Preise steigen und die Schulden gehen dabei ebenfalls in die Höhe. Es ist zuviel Geld da, so viel, dass in den 30er Jahren ein Brot schon mal 1 Milliarde Reichsmark gekostet hat. Doch was ist eigentlich Deflation?

Geldwert steigt, Sachwert fällt

Kurz gesagt ist die Deflation das Gegenteil der Inflation. In der Volkswirtschaft heißt es, dass jede Deflation schon während der Inflation beginnt. Also wenn die Preise weiterhin steigen und die Schulden wachsen, versucht die Politik, dem entgegen zu wirken. Um alles wieder bezahlbar zu machen und das Preisniveau zu normalisieren, wird quasi eine Deflation forciert. Dies wäre vorteilhaft, wenn es beim normalen Preisniveau bleiben würde.

Allerdings lässt sich die Deflation auch nicht so leicht stoppen. Denn wenn die Preisspirale sich immer weiter unten dreht, so verlieren Sachgegenstände und Dienstleistungen an Wert. Wer also über einen Kredit ein Grundstück erworben hat, der wird draufzahlen müssen. Denn das Grundstück verliert an Wert, den Kredit muss er jedoch zu vollem Preis zurückzahlen. Wer allerdings viel an Geld gesammelt hat, der kann dies somit in die günstiger gewordenen Grundstücke investieren und somit zu Spottpreisen seinen Grundbesitz erweitern.

Unternehmen, die verschuldet sind, müssen während einer Deflation häufig Insolvenz anmelden. Der Gegenwert ihrer Güter ist nicht mehr so hoch, die laufenden Kosten müssen sie allerdings dennoch begleichen. Wird Insolvenz angemeldet, so gucken Gläubiger und Arbeitnehmer meist in die Röhre.

Was ist Deflation? Ein weiteres Merkmal dieses volkswirtschaftlichen Begriffes ist die Steigerung der Kaufkraft aller Konsumenten. Sollten die Preise allerdings nicht frei sein und sich dem Markt anpassen, könnte sich dies ebenfalls negativ auf die Deflation auswirken.

Die Deflationsspirale

Und was ist eine Deflationsspirale? Während einer Deflation kann es zu einer sogenannten Deflationsspirale kommen. Das bedeutet, dass die Bürger trotz sinkender Preise weniger konsumieren. Denn sie rechnen auch mit weiter sinkenden Löhnen. Dadurch muss weniger produziert werden. So sinken die Löhne und Einkommen noch weiter. Banken erhalten so ihre Kredite schleppender zurück und sind auch zurückhaltender in der Vergabe von Krediten. Das wiederum erschwert das Wirtschaftswachstum.

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