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Was ist der DAX - Wissenswertes zum wichtigsten deutschen Aktienindex

Im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum Börsengeschehen, kommt häufig der Begriff DAX vor. Aber was ist der DAX eigentlich? Was verbirgt sich hinter diesen drei Buchstaben und welche Rolle spielt der DAX an der Börse? Der DAX ist eine Marke des Unternehmens Deutsche Börse AG.

Er stellt gleichzeitig den wichtigsten deutschen Aktienindex dar. In ihm wird die Aktienentwicklung 30 ausgewählter Aktiengesellschaften aufgezeigt, welche am Frankfurter Börsenplatz gehandelt werden.

Deutscher Aktienindex als Ergebnis des Aktienhandels an der Frankfurter Wertpapierbörse

Im Deutschen Aktienindex werden die 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen zusammengefasst, die an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Seit seiner Einführung im Jahr 1988 hat sich der DAX von einem Ergänzungsindex zu einem sowohl national als auch international wichtigen Index entwickelt.

Was ist der DAX aus der Sicht der börsennotierten Unternehmen? Zum einen werden im sogenannten DAX 30 die größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen erfasst, die an der Frankfurter Wertpapierbörse vertreten sind.

Neben dem DAX 30 werden zum anderen im DAX 100 die 100 liquidesten Unternehmen analysiert. Weitere spezielle DAX-Werte werden im Tex-DAX (Bereich Technologiebranche) und Öko-DAX (Bereich erneuerbarer Energien) zusammengefasst. Als branchenunabhängiger Index und weil der DAX nur die größten Wirtschaftsunternehmen berücksichtigt, ist es möglich, direkte Erkenntnisse über die aktuelle Wirtschaftslage zu gewinnen.

Die Berechnung des DAX erfolgt nicht auf der Grundlage einer gleichen Gewichtung aller beteiligten Unternehmen. Vielmehr erfolgt die Berechnung unter Zuhilfenahme der Indexformel des deutschen Nationalökonomen und Statistikers Etienne Laspeyres (geboren 1834 Halle/Saale, gestorben 1913 Gießen) bei dem die Unternehmen auf unterschiedliche Weise auf den Gesamtindex einwirken. In erster Linie spielt hier die Marktkapitalisierung der Aktien eine Rolle. Ein Teil muss sich in Streubesitz befinden.

Der DAX-Index basiert ausschließlich auf den Kursen, die das elektronische Handelssystem „Xetra“ aufgrund der Markttätigkeit ermittelt. Start der Berechnung ist 9 Uhr morgens. Dann sollte für alle im DAX notierten Unternehmen eine Kursnotierung vorliegen. Ist das nicht der Fall, beginnt die Berechnung mit den Vortagesschlusskursen.

Seit 2011 veröffentlicht die Deutsche Börse an den Handesltagen erste DAX-Berechnungen bereits ab 8 Uhr. Die Xetra-Schlussberechnung erfolgt um 17.30 Uhr. Danach wird bis 20 Uhr noch der L-DAX veröffentlicht.

Börsenbarometer wird unterschiedlich beeinflusst

Was ist der DAX als Börsenbarometer wert? Die Entwicklung vom DAX verdeutlicht sehr einfach eine positive oder negative Entwicklung der an der Börse notierten umsatzstärksten Aktiengesellschaften. Steigt der DAX-Index, geht es Unternehmen entsprechend gut. Fällt der DAX im anderen Fall, dann bestehen kleinere oder größere Probleme.

Nicht immer sind es fundamentale Daten, die eine DAX-Veränderung herbeiführen. An schwachen Handelstagen reichen einige wenige Order aus, um den DAX nach oben oder in den Keller zu hieven.

Außerdem können politische und wirtschaftliche Aussagen von Regierungsvertretern und Managern zu Kursveränderungen führen. Auch bekannte Ratingagenturen nehmen Einfluss auf das Börsengeschehen. Bewerten diese die Kreditwürdigkeit von DAX-Unternehmen als negativ, hat das meist eine größere Zahl von Verkaufsorder zur Folge. An solchen Tagen rutscht der DAX dann meist unweigerlich ins Minus.

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