Excite

Wegen Mehreinnahmen: Der GEZ-Beitrag soll sinken

Über die stillschweigende Ersetzung der Rundfunkgebühr zum Rundfunkbeitrag der GEZ zum 1 Januar 2013 wurde schon viel diskutiert und viele Menschen haben sich fürchterlich darüber aufgeregt - doch jetzt könnte das ganze umgekehrt werden: Die Erhöhung brachte anscheinend eine Mehreinnahme in Höhe von einer Milliarde Euro und jetzt stellen die Länder eine Senkung der Rundfunkgebühren in Aussicht. Die Rede ist von bis zu einem Euro.

Die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Malu Dreyer (SPD) teilte am Dienstag der dpa mit, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Gebühren eine Senkung im Bereich des Möglichen läge: "Die mir vorliegenden Informationen deuten auf substanzielle Mehreinnahmen in einer Größenordnung bis zu einer Milliarde (Euro) hin." Auch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ist der Meinung, dass die GEZ den Rundfunkbeitrag verringern könne.

Derzeit sind TV-Zuschauer nicht besonders gut auf die Gebühreneinzugszentrale zu sprechen. Seit Beginn des Jahres muss jeder Haushalt die Gebühr zahlen, egal ob dort ein Empfangsgerät steht oder nicht. Allerdings ist nur noch eine Person pro Haushalt verpflichtet, zu zahlen. An der Beitragshöhe änderte die GEZ nichts. Wer einen Härtefall angibt, kann von dem Beitrag befreit werden. Die Kritik an der Umstellung kam vor allem von Unternehmen, die über viele Filialen verfügen.

Doch jetzt könnte sich einiges ändern. Die Länder stellen tatsächlich eine Senkung von bis zu einem Euro in Aussicht. Von Seiten der ARD kam allerdings keinerlei Kommentar zu dem Thema. Wie eine ARD-Sprecherin der dpa mitteilte, sei man mitten in einem laufenden Verharren, das vertraulich sei. Und deswegen könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stellungnahme abgeben. Daran sieht man, dass man dort von den Plänen der Länder wohl nicht ganz so begeistert ist.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017